Anzeigen gegen den Gesundheitsminister

Corona-Quarantäne gebrochen? Gesundheitsamt Berlin-Mitte ermittelt gegen Lauterbach

 Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach SPD im Rahmen eines Interviews in Tel Aviv am 13.09.2022. Tel Aviv Israel *** Federal Minister of Health Karl Lauterbach SPD during an interview in Tel Aviv on 13 09 2022 Tel Aviv Israel Copyright: xXanderxH
Gesundheitsminister Karl Lauterbach
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Ärger für den Gesundheitsminister: Weil er nach seiner Corona-Infektion Anfang August seine Quarantäne bereits nach fünf Tagen frühzeitig beendet hatte, wurden mehrere Anzeigen gegen ihn gestellt. Das Gesundheitsamt Berlin-Mitte bestätigt „Welt am Sonntag“ nun Ermittlungen.

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Gesundheitsministerium: Alle Vorgaben wurden eingehalten

Durch den Amtsleiter werden derzeit mehrere Anzeigen bearbeitet, heißt es im Bericht.

Lauterbach hatte sich Anfang August mit Corona infiziert. Er habe sich am 4. August nach einem positiven Schnelltest in Quarantäne begeben. Fünf Tage danach twitterte er ein Foto. Das zeigte eine Reihe Tests mit immer schwächer werdenden Corona-Strichen. Am 10. August, nach weiteren drei negativen Tests, habe er dann die Kabinettssitzung in Präsenz besucht. Am Tag zuvor soll Lauterbachs PCR-Test laut „Tagesspiegel“ noch positiv gewesen sein.

Ein Corona-Erkrankter darf sich in Berlin wieder unter Leute begeben, wenn er oder sie nach fünftägiger Isolation 48 Stunden symptomfrei war. Außerdem muss der Freitest unter professioneller Aufsicht stattfinden.

Lauterbach wurde in den Sozialen Medien vorgeworfen, dass er am 12. August bei einer Pressekonferenz noch typische Symptome gezeigt habe.

Der Sprecher des Gesundheitsministers sagte zu den Vorwürfen in der Bundespressekonferenz: Lauterbach „hat sich mit einem PCR-Test frei getestet. Wir haben damals öffentlich zur Isolation des Ministers alles gesagt.“ Wenn Anzeige erstattet würde, kümmere sich eine Behörde darum und kläre den Sachverhalt. „Ich würde das genauso wenig wie Sie Ermittlungen nennen. Ich glaube, das ist ein bisschen zu hochgejazzt.“ Sie seien davon überzeugt, dass der Minister sich absolut regelkonform verhalten hat.“

In Berlin reiche laut Ministeriums-Sprecher bereits ein Antigentest, um sich frei zu testen, „und der Minister wollte ganz, ganz sichergehen, dass er wirklich nicht mehr ansteckend ist. Er hatte drei Selbsttests zu Hause gemacht und hat dann einen PCR Test gemacht und der das Ergebnis gezeigt hat, dass er nicht mehr ansteckend ist.“

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