Tuscaloosas Studenten infizieren sich absichtlich

Corona-Partys in den USA: Wer sich zuerst ansteckt, gewinnt Geld

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02. Juli 2020 - 23:19 Uhr

Behörden sind entsetzt

Studenten der US-Stadt Tuscaloosa in Alabama stecken sich offenbar absichtlich mit COVID-19 an – auf Corona-Partys mit Infizierten. Die absurde Idee: Auf einer Corona-Party sind Infizierte eingeladen, alle gesunden Teilnehmer legen Geld zusammen. Dann geht die Party los. Wer anschließend als erster einen positiven Test vorlegen kann, gewinnt die Kohle. Die Behörden sind schockiert, zumal die USA aufgrund immer steigender Ansteckungszahlen in einer echten Krise stecken.

Ziel sei momentan, solche Partys zu unterbinden

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Bei einer Anhörung diese Woche sagte Randy Smith, der Feuerwehrchef von Tuscaloosa, dass dies zunächst alle für ein Gerücht gehalten hätten. Bis recherchiert wurde. Mittlerweile hätten sogar Ärzte bestätigt, dass sie immer mehr Corona-Fälle haben, deren Ansteckung auf einer der Partys zurückzuführen ist. Die Behörden äußern neuerdings auch die Sorge, dass auf den Partys sich Gäste befinden könnten, die gar nicht wissen, dass sie auf einer Corona-Party mit Infizierten sind.

Das Ziel sei momentan, solche Partys zu unterbinden, falls man an Informationen wie Ort oder Zeitpunkt überhaupt herankomme. Für Teilnehmer, deren Partys man sprengen konnte, hätte man 14-tägige Quarantäne angeordnet, berichtet Arrol Sheehan vom Gesundheitsamt "ABC News". Außerdem wies er darauf hin, dass eine absichtliche Ansteckung ein Vergehen ist und mit einer Strafe von bis zu 500 Dollar geahndet werden kann.