Nach Supercup-Versuch in Budapest

UEFA lässt wieder Fans ins Fußball-Stadion

FC Bayern München - FC Sevilla
© dpa, Laszlo Balogh, TH VG pat

01. Oktober 2020 - 19:45 Uhr

Lokale Behörden müssen Zuschauer erlauben

Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) hat beschlossen, wieder Fans in die Fußball-Stadien zu lassen. Beginnend mit den Länderspielen in der kommenden Woche ist  eine maximale Auslastung von 30 Prozent der jeweiligen Stadionkapazität möglich – Voraussetzung ist allerdings, dass die lokalen Behörden Grünes Licht geben. Die Fan-Rückkehr gilt auch für die Club-Wettbewerbe der UEFA. Auswärtsfans sind bis auf Weiteres nicht erlaubt, teilte der Dachverband mit.

UEFA beruft sich auf Budapest-Experiment

Die Entscheidung sei nach dem "erfolgreichen Pilotversuch beim Supercup in Budapest" gefallen, teilte die UEFA mit. Beim Spiel zwischen Bayern München und dem FC Sevilla (2:1 n.V.) waren 15.180 Zuschauer dabei. Die Zulassung von Fans im Risikogebiet hatte im Vorfeld viel Kritik hervorgerufen.

Die grundsätzliche Zulassung von Fans und die jeweilige Kapazitätsgrenze hängen laut UEFA von den Entscheidungen der zuständigen örtlichen Behörden ab. Die Besucher müssen Abstandsregeln und weitere vor Ort geltende Schutzmaßnahmen wie das Tragen von Masken einhalten.

Ceferin sieht "ersten Schritt"

"Der UEFA-Supercup hat gezeigt, dass Fans zu Fußballspielen zugelassen werden können, sofern ihrer Gesundheit und Sicherheit mittels umfassender Schutzmaßnahmen höchste Priorität eingeräumt wird", hieß es in der Mitteilung. "Das Spiel hat ebenfalls gezeigt, dass Fans den Hygienevorschriften mit Akzeptanz begegnen und diese entsprechend einhalten."

"Der heutige Beschluss ist ein umsichtiger, erster Schritt, in dessen Rahmen die Gesundheit der Fans oberste Priorität genießt und die in den einzelnen Ländern geltenden Gesetze eingehalten werden", sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin: "Durch diese Entscheidung kann die Zulassung von Fans auf lokaler Ebene flexibler gehandhabt werden als zuvor, unter stetiger Berücksichtigung der Lagebeurteilung durch die örtlichen Behörden."

RTL.de/SID