Was das jetzt für uns bedeutet

Südafrika-Mutation ist in Deutschland angekommen

13. Januar 2021 - 13:45 Uhr

Virus-Variante B.1.351 des Coronavirus bei Familie aus Baden-Württemberg nachgewiesen

Bei einer Familie, die am 13. Dezember aus Südafrika nach Baden-Württemberg eingereist ist, wurde nun die mutierte Variante B.1.351 des Coronavirus nachgewiesen. Das hat das baden-württembergische Sozialministerium am Dienstagnachmittag mitgeteilt. Bereits am Montag gab die Stadt Bottrop bekannt, dass ein ebenfalls aus Südafrika eingereister Mann sich mit der Mutation angesteckt hat. Dies habe ein Test des Robert-Koch-Instituts ergeben. Im Dezember wurde erst in Großbritannien eine neue Variante des Coronavirus entdeckt. Wie gefährlich aber ist die Mutation aus Südafrika? Medizinjournalist Dr. Christoph Specht im Video.

Ist die Mutation aus Südafrika beunruhigend?

"Das ist schon beunruhigend, aber auch nicht so erstaunlich", so Dr. Specht. "Mit dem Bekanntwerden solcher Mutationen war klar, dass die uns in Deutschland auch erreichen werden. Denn, wir haben ja keinen Lockdown, dass das Land abgeriegelt ist." Die Viren, so Specht, haben ein enormes Verbreitungspotential. Sie seien zwar nicht krankmachender aber eben hoch infektiös.

Bislang wurden in Südafrika mehr als 1,2 Millionen Corona-Fälle nachgewiesen. 33.000 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

Helfen die Impfungen auch gegen diese Mutation?

Der von Biontech und seinem Partner Pfizer entwickelte Impfstoff bildet nach Angaben des Herstellers auch Antikörper, die gegen die in Großbritannien und Südafrika verbreiteten Mutationen des Corona-Virus schützen. "Bei AstraZeneca wird das aber höchstwahrscheinlich genau so sein. Der gehört allerdings zu einer anderen Gruppe und da wird sich das erst noch zeigen müssen. Bis jetzt können wir aber schon davon ausgehen, das auch dieser Impfstoff helfen wird." so Dr. Christoph Specht.