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Experte erklärt, was wir bisher wissen

Neue Corona-Mutation: Wissenschaftler wegen New-York-Variante besorgt

03. März 2021 - 18:08 Uhr

Sechs erste Corona-Selbsttests für zu Hause zugelassen

In New York verbreitet sich eine neue Variante des Coronavirus, die Wissenschaftlern Sorge macht. Noch ist über die neue Variante, die B.1.526 getauft wurde, nur wenig bekannt. Doch laut einem Bericht der Columbia Universität habe sie sich seit Dezember mit alarmierender Geschwindigkeit verbreitet. Wie gefährlich ist die New-York-Variante also? Dr. Georg-Christian Zinn, Direktor Hygienezentrum Bioscientia, schätzt das im Video oben ein.

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Dr. Zinn über die derzeit relevantesten Coronavirus-Varianten

Welche Corona-Varianten gibt es derzeit noch und wie gefährlich sind sie? Dr. Zinn hat die in Deutschland relevantesten Mutationen eingeschätzt:

  • britische Variante

Die britische Coronavirus-Variante B1.1.7 habe sich schnell verbreitet: "Mittlerweile sind 90 Prozent der Nachweise in Großbritannien diese britische Variante. Sie ist sehr, sehr ansteckend, weil sie sehr leicht an die Rezeptoren im Nasen- und Rachenraum andockt", erklärt Dr. Zinn im Gespräch mit RTL. In Europa mache diese Variante mittlerweile fast die Hälfte aller Nachweise aus – in Deutschland schätzungsweise 40 bis 50 Prozent. Hierzulande ist sie Zinn zufolge damit die relevanteste Mutation. Die Impfstoffe wirken gut gegen sie.

  • südafrikanische Variante

"Die südafrikanische Mutation B.1.351 hat zusätzlich zu der leichten Ansteckbarkeit noch die Besonderheit, dass sie eine Reinfektion bringen kann. Jemand der schon einmal Corona hatte, kann noch einmal daran erkranken", so Dr. Zinn. In Tirol und im französischen Département Moselle, das an das Saarland und an Rheinland-Pfalz angrenzt, gebe es schon viele Fälle. Jetzt müsse verhindert werden, dass die Mutation sich in Deutschland ausbreiten kann.

  • brasilianische Variante

Die brasilianische Virus-Mutation P.1. ist in Europa noch sehr selten, weil die Reisemöglichkeiten nach Europa auch rechtzeitig extrem eingeschränkt wurden. Auch sie sei hoch ansteckend und mache Reinfektionen, erklärt Dr. Zinn: "Da haben wir handfeste Beweise aus der Großstadt Manaus am Amazonas, wo wir eigentlich eine Herdenimmunität bei der Bevölkerung hatten und jetzt eine sehr schwere zweite Welle erleben, wo viele Leute erneut krank geworden sind. Wir hoffen, dass diese brasilianische Variante durch die Reisebeschränkungen eingedämmt werden kann."

  • kalifornische Variante

Bei der kalifornischen Variante sehe man, dass viele Menschen leicht infiziert werden. Derzeit prüfe man, ob auch sie Reinfektionen macht und ob sie auch auf die Impfungen anspricht.

Laut Dr. Zinn gebe es bei den Coronavirus-Mutationen eine bemerkenswerte Parallele: "Interessanterweise sehen wir all diese Mutanten in Ländern, die von der ersten Welle sehr stark betroffen waren, wo sich viele Menschen infiziert hatten und dann in den Menschen Mutationen entstehen konnten." Die New Yorker Variante werde dem Experten zufolge also sicher nicht die letzte Mutation sein, von der wir sprechen.

LESE-TIPP: So verbreiten sich die Corona-Mutationen in Deutschland

Kann man aus Brasilien und New York nach Deutschland reisen?

Sowohl in New York als auch in Brasilien gelten coronabedingte Reisewarnungen. Zudem gilt Brasilien derzeit als Virusvarianten-Gebiet und damit als Gebiet mit besonders hohem Infektionsrisiko. Deshalb gibt es aktuell ein Beförderungsverbot aus Brasilien nach Deutschland, das auch Reiseverbindungen betrifft.

Deutsche Staatsbürger und Personen mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Deutschland sind von diesem ausgenommen. Wollen sie aus Brasilien nach Deutschland einreisen, müssen sie vorher jedoch eine digitale Reiseanmeldung ausfüllen, einen Nachweis über einen negativen Corona-Test mitführen und nach Ankunft in Deutschland in Quarantäne gehen.

Auch die USA sind als Hochinzidenzgebiet und damit als Gebiet mit besonders hohem Infektionsrisiko eingestuft. Aus Deutschland gilt immer noch ein Einreiseverbot in die USA, von dem US-Staatsbürger, Greencard-Inhaber und deren enge Verwandte jedoch ausgenommen sind. Auch der Flughafentransit ist derzeit nicht möglich. Es gibt jedoch weiterhin direkte Reiseverbindungen aus den USA nach Deutschland. Es ist also möglich, aus New York nach Deutschland einzureisen – allerdings nur nach entsprechender Einreiseanmeldung, mit einem negativen Corona-Test und einer anschließenden Quarantäne.

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