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Nach Corona-Mutation in Freiburger und Kölner Kita

Lockerungen adé? War es das mit Schul- und Kita-Öffnungen?

28. Januar 2021 - 16:47 Uhr

Das sagen Politiker nun

Nach dem Ausbruch in einer Freiburger Kita, ist nun auch in einer Kölner Kita das mutierte Corona-Virus nachgewiesen worden. Das ist ein herber Rückschlag für alle, die sich für Öffnungen an Schulen und Kitas stark gemacht haben.

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Baden-Württemberg verzichtet auf geplante Öffnung

Die Regierung in Baden-Württemberg verzichtet nach dem Ausbruch nun zunächst auf eine landesweite Öffnung von Kindertagesstätten und Grundschulen. Zwei Kinder aus der Notbetreuung seien mit einer Virusmutation infiziert, zudem hätten sich mehr als 20 Kinder und Mitarbeiter der Einrichtung mit dem Coronavirus angesteckt, teilte Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) mit.

Geklärt werden müsse noch, ob es sich ebenfalls um die neuen Virusvarianten handele. "Sollte sich der Mutant schon jetzt bei uns breit machen, müssten wir uns dieser neuen Lage stellen", sagte Kretschmann. Dann müsse die Frage einer Öffnung von Grundschulen und Kitas neu bewertet werden. Die eigentlich geplanten Öffnungen der Bildungseinrichtungen in Baden-Württemberg sind vorerst jetzt auf Eis gelegt. Doch wie sieht es jetzt in anderen Bundesländer aus?

"Allen nochmal eine Mahnung sein, wenn sie überlegen, jetzt wieder zu öffnen“

Bildungsministerin Anja Karliczek mahnte im RTL-Interview: "Wir müssen sehr vorsichtig vorgehen." Die mutierte Virusvariante in der Freiburger Kita "wird allen nochmal eine Mahnung sein, wenn sie überlegen, jetzt wieder zu öffnen."

Auch Karl Lauterbach äußert sich im RTL-Interview mehr als skeptisch, was Schul-und Kita-Öffnungen angeht: Es sei ein absolutes Wagnis. "Es kann einfach passieren, dass wir dann tatsächlich doch die Kontrolle verlieren. Das ist sehr riskant und würde niemandem mehr schaden als den Kindern." Die Folge seien wieder steigende Fallzahlen und Ausbrüche in den Schulen. "Wem soll das helfen?" ergänzt der Gesundheitspolitiker. Das werde sich rächen.

"Wir erhöhen den Schutz der Beschäftigten und Familien"

22.01.2021, Rheinland-Pfalz, Mainz: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) besucht eine Rettungswache des DRK in Mainz. Dabei wurde eine spezielle Trage präsentiert, mit der Corona-Patienten transportiert werden können. Foto:
Malu Dreyer: Jede Kita bekomme 1.000 Euro für Masken und Desinfektionsmittel, und die Beschäftigten in den Einrichtungen könnten sich jederzeit testen lassen
© dpa, Boris Roessler, brx fdt

Die Ungewissheit bei der Einschätzung von Art und Bedeutung der Virus-Mutationen lässt nach Angaben der rheinlandpfälzischen Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) zurzeit noch keinen Start in den Wechselunterricht zu. "In einer Situation, die derzeit nicht belastbar bewertet werden kann, wäre es nicht gut, einen weiteren Schritt zur Lockerung zu gehen", sagte sie.

Die Kitas jedoch sollen für den dringenden Bedarf dort weiter geöffnet bleiben: "Aber wir erhöhen den Schutz der Beschäftigten und Familien", sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Jede Kita bekomme 1.000 Euro für Masken und Desinfektionsmittel, und die Beschäftigten in den Einrichtungen könnten sich jederzeit testen lassen, sagte Dreyer.

Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD: "Sind in einer ganz schwierigen Situation"

"Wir sind in einer ganz schwierigen Situation. Die Familien, wo die Kinder zuhause sind, in den Kitas, aber auch die kleinen Grundschulkinder, die noch nicht allein digital lernen können.", sagte Carsten Schneider, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion, im RTL-Interview. "Unser Ziel ist es, dass sie so schnell wie möglich besonders in die Grundschulen zurückkehren können", Die Infektionen der Kinder mit der Virus-Mutation sei ein Rückschlag. Deswegen müsse man über die Frage Selbstestung und Tests bevor man in die Schule zurückkehrt, sprechen.

"Das erste, was geöffnet wird, sind die Grundschulen und die Schulen – das ist auch eine Verpflichtung, die wir gegenüber den Kindern haben", bekräftigt Schneider.

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