Erst zu wenige, jetzt zu viele

Spahn will 250 Millionen Masken dem Ausland schenken

Jens Spahn will über 250 Millionen Mund-Nasen-Masken verschenken
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14. August 2020 - 10:30 Uhr

Masken sollen stärker betroffene Länder gehen

Zu Beginn der Corona-Pandemie herrschte in Deutschland ein akuter Mund-Nasen-Schutz-Mangel. Krankenhäuser und Pflegepersonal alarmierten immer wieder darüber, dass ihre Bestände sich dem Ende neigen. Und auch Normalbürger, die sich und andere schützen wollten, scheiterten in den Geschäften und Apotheken. Überall waren Masken ausverkauft oder aber nur sehr überteuert zu bekommen.

Jetzt scheint Deutschland im Masken-Überfluss zu leben. Laut Spiegel-Informationen plant die Bundesregierung 250 Millionen Masken ans Ausland abzugeben. Der Mund-Nasen-Schutz im Wert von 275 Millionen Euro soll kostenlos an Staaten gehen, die besonders hart von der Pandemie getroffen sind. Die zu verschenkenden Masken verlieren bald ihre Haltbarkeit. Weil andere Staaten dringend Schutz benötigen, sei eine Vernichtung nicht zu verantworten, heißt es weiter auf Spiegel.de

Deutschland im Masken-Überfluss

Mit der Geste könne man "ein Zeichen sichtbarer Solidarität" setzen, heißt es in dem zuständigen Papier, das dem Spiegel vorliegt. Nach dem Masken-Mangel zu Beginn der Pandemie gibt es in Deutschland inzwischen ausreichend Masken.  Das Gesundheitsministerium unter Jens Spahn (CDU) hat 2,7 Milliarden Exemplare importiert, eine weitere Milliarde ist bis Ende des Jahres vertraglich gesichert. Nur ein Bruchteil ist bislang ausgeliefert worden.