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Corona-Lockerungen: Grünen-Chef Habeck will Perspektiven für Schulen und Kitas

RTL/ntv "Frühstart"

Habeck: "Nur bei den Kindern lockern"

Habeck für mögliche Schul-Lockerungen RTL/ntv Frühstart

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Lehrer und Schüler müssten "zwei-, dreimal die Woche mindestens" getestet werden

Der Bundesvorsitzende der Grünen, Robert Habeck, sieht im Moment Spielraum für Lockerungen allenfalls bei Schulen und Kitas, nicht aber zum Beispiel beim Einzelhandel. Er verstehe den Druck, den viele Ladenbesitzer machten, so Habeck im RTL/ntv „Frühstart“. „Aber wenn wir uns entscheiden, etwas zu lockern, dann würde ich mit den Kindern anfangen. Das Ganze muss kombiniert werden mit massenweisen, günstigen, umsonst verfügbaren Tests.“ Die Testkapazitäten müssten so steigen, dass Lehrer und Schüler „zwei-, dreimal die Woche mindestens“ getestet würden. „Dann kann man sicherlich auch weitere Öffnungsschritte machen.“

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Habeck: Ziel-Inzidenz soll 35 bleiben

Habeck warnte, darüber hinaus dürfe man wegen „einer oder zwei Wochen“ Ungeduld keinen weiteren, wochenlangen Lockdown riskieren. Er stehe da eher an der Seite der Kanzlerin als an der vieler Ministerpräsidenten. „Wir sollten die einigermaßen stabile Situation, die wir haben, nicht verspielen, indem wir uns jetzt, weil wir zu ungeduldig werden, in diese dritte Welle reinkatapultieren.“

Der Grünen-Vorsitzende sprach sich im „Frühstart“ außerdem dafür aus, mit der Inzidenz von unter 70 nicht bereits wieder eine neue Zielzahl für Lockerungen zu definieren. „Wenn sich die Ministerpräsidentenkonferenz ernst nimmt, dann muss sie zumindest gut begründen, warum das, was vor vier Wochen galt, mit einmal nicht mehr gelten soll. Sonst verliert man das Vertrauen, dass die Beschlüsse von soliden Grundlagen gefällt werden.“ Bund und Länder diskutieren vor ihrem Treffen am Mittwoch über die Fortsetzung des Lockdowns und Öffnungen.

Testmöglichkeiten sollen ausgeweitet werden

Corona Schnelltest, SARS-CoV-2 Antigen Schnelltest, Negativer Test Corona-Schnelltest am 28.02.2021 in Siegen/Deutschland. *** Corona Rapid Test, SARS CoV 2 Antigen Rapid Test, Negative Test Corona Rapid Test on 28 02 2021 in Siegen Germany
Corona-Schnelltests sind für viele die Hoffnung.
www.imago-images.de, imago images/Rene Traut, Rene Traut via www.imago-images.de

Habeck erneuerte seine Forderung nach mehr Schnelltests. Um die auch durchführen zu können, gebe es die Möglichkeit, die Testzentren auszuweiten. Medizinstudenten und Hilfskräfte könnten die zusätzlichen Tests übernehmen. Fehlendes Personal sei kein schlagendes Argument, es gebe Schulungen. „Die Testmöglichkeiten auszuweiten, das ist ja kein Voodoo.“ Das Bundesgesundheitsministerium plant, jedem Bürger pro Woche zwei Gratis-Tests anzubieten.

Natürlich gebe es bei den Schnelltests einen Unsicherheitsfaktor, räumte Habeck ein. Wenn die Virenlast nicht ausreichend sei, könne er sie nicht entdecken. „Aber das halte ich für tolerabel. Das ist ein Risiko, das ich eingehen würde, wenn die Tests dann häufig durchgeführt werden.“ So ein Test reiche, um 24 oder 48 Stunden bestimmte Freiheiten zu bekommen. „Man kann nicht sagen: Einmal die Woche getestet, 14 Tage lang kann ich damit rumlaufen.“

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Impfstoff-Skeptiker "sollten sich schämen"

Habeck sprach sich dagegen aus, den Impfstoff von AstraZeneca auch für Menschen über 65 Jahre freizugeben. Das hatte unter anderem Bayerns Ministerpräsident Söder gefordert. „Ich würde immer bei Risikoclustern bleiben, sonst haben wir das totale Chaos.“ AstraZeneca sei aber ein sehr guter Impfstoff, der besser sei als sein Ruf. Es habe zu viele vorschnelle Warnungen gegeben. „Alle, die davor gesagt haben, das Zeug lasse ich mir nicht spritzen, die sollten sich schämen.“

Der Impfstoff von AstraZeneca bleibt derzeit häufig liegen, weil die Bürger skeptisch sind. Mit der erwarteten Lieferung von mehr als einer Million weiteren Dosen könnte sich der Impfstau in den Bundesländern bis Ende der Woche nochmals vergrößern.

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