Wegen geschlossener Tafeln

Verdi-Chef fordert 150 Euro Zuschlag für Hartz-IV-Empfänger im November

Start des Not-Betrieb der Rottenburger Tafel in der Zehntscheuer.
Start des Not-Betrieb der Rottenburger Tafel in der Zehntscheuer.
© imago images/ULMER Pressebildagentur, ULMER via www.imago-images.de, www.imago-images.de

07. November 2020 - 11:36 Uhr

Viele Menschen kommen nicht über die Runden

Verdi-Chef Frank Werneke fordert einen Bonus für Hartz-IV-Bezieher für die Zeit des bestehenden Teil-Lockdowns in Deutschland. Da die Bereitstellung von Lebensmitteln durch die Tafeln derzeit nicht funktioniere, kämen viele Bezieher von Grundsicherung nicht über die Runden, sagte Werneke. Deshalb solle es einen Zuschlag von 150 Euro auf die Regelsätze zumindest für den Monat November geben.

Wohlfahrtsverbände fordern Lockdown-Zuschlag

Werneke schloss sich damit entsprechenden Forderungen von Wohlfahrtsverbänden an. Seit diesen Montag greifen umfangreiche Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland.

Auch der sozialpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Pascal Kober, machte auf zusätzliche Kosten für Grundsicherungsbezieher in der Krise aufmerksam. "Konkret regen wir an, für Zeiten des Lockdowns Hartz-IV-Leistungen um 15 Prozent für Paare und 20 Prozent für Alleinerziehende und deren Kinder zu erhöhen", sagte Kober.

Der Regelsatz für Alleinstehende beträgt 432 Euro. 20 Prozent davon sind 86,40 Euro. Bei Paaren gibt es jeweils 389 Euro. 15 Prozent davon sind 58,35 Euro.

TVNOW-Doku: Corona - Die 2. Welle

Wie konnte es zu den vielen Corona-Erkrankten und dann zum Teil-Lockdown kommen? Mit aufwendigen Experimenten ergründen wir das in der neuen Doku "Corona - Die 2. Welle" auf TVNOW.

Quelle: DPA / RTL.de