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Prof. Timo Ulrichs: " Lockdown sollte 10 bis 14 Tage mindestens anhalten"

Corona-Lockdown: Experte fordert dringend bundeseinheitliche Regeln

08. April 2021 - 12:57 Uhr

Für den Epidemiologen ist es unverständlich, dass es bisher nicht funktioniert

"Aus epidemiologischer Sicht sollte der Lockdown 10 bis 14 Tage mindestens anhalten. Also, dass wir wirklich alles runterfahren!", erklärt Prof. Timo Ulrichs im Gespräch mit RTL-Reporterin Nina Lammers. In der Zeit nach einem harten weiteren Lockdown müssten wir uns trotzdem weiterhin zurückhalten, um einen Anstieg der Ansteckungszahlen bis zum Sommer zu bremsen, erläutert der Epidemiologe weiter. Für ihn unverständlich, dass es bisher nicht funktioniert.

Was ein Brücken-Lockdown bringen kann und ob das exponentielle Wachstum noch aufzuhalten ist, erklärt er im Video!

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Bundeseinheitliche Regeln wichtig - auch bei unterschiedlichen Zahlen

"Es ist nur eine Momentaufnahme, dass wir im Norden weniger Fälle haben als in Thüringen oder Sachsen." Laut Prof. Timo Ulrichs kann sich das unter anderem durch die gestiegene Mobilität schnell ändern. Daher sind bundeseinheitliche Regeln extrem sinnvoll.

"Wir müssen uns nur die Zeit im November und Dezember letzten Jahres angucken, wo wir genau so eine Situation hatten: Das eben einige Regionen noch relativ gut dran waren, andere schon nicht mehr. Da war es nur ein Frage der Zeit, dass wir alle zusammen in eine exponentielle Wachstumsphase von Neuinfiziertenzahlen gekommen sind."

Da war es unerheblich wie hoch die Ausgangszahlen waren, durch ein exponentielles Wachstum geraten alle Regionen in hohe Todes- und Erkrankungszahlen. Wir hätte laut Ulrichs schon vor einigen Wochen die Notbremse ziehen müssen.

Der Lockdown wäre erst dann am Ende, wenn auch die Impfungen in die Breite gehen. Also alle Altersgruppen geimpft werden können und die Priorisierung aufgehoben ist. Das könnte im Juni der Fall sein.

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