Willkommen im "Piggenheim Museum"

Corona-Langeweile? Frau baut ein Museum für ihr Meerschweinchen

24. April 2020 - 10:21 Uhr

Meerschweinchen Maisie hat jetzt seine eigene Kunsthalle

Quarantäne macht erfinderisch - so geht es im Moment wohl vielen. Teresa Mistretta aus New Jersey in den USA kam auf eine ganz besondere Idee: Sie hat die Zeit zu Hause dafür genutzt, ihrem Meerschweinchen Maisie ein Museum zu bauen. Wegen der Ausgangsbeschränkungen in den USA konnte sie die Wohnung zwei Wochen nicht verlassen.

Bastelaktion als Ablenkung

Als dann noch ihr Freund ins Krankenhaus musste, wurde es immer schwerer sich abzulenken, erzählt sie im Interview mit RTL. "Ich war sehr besorgt und beunruhigt, also sagte ich mir, ich brauche etwas, auf das ich mich konzentrieren kann. Und so habe ich mich voll in das Projekt geschmissen und habe nach Bildern gesucht von denen ich dachte, dass man sie auch noch gut erkennen kann, wenn ein Meerschweinchen mit drauf ist", so Mistretta.

Aus der Mona Lisa wird "Nagetier Lisa"

Die Amerikanerin ist Grundschullehrerin und unterrichtet ihre Zweitklässler im Moment über Videochat von zu Hause aus. Den Rest ihrer Zeit - zwei Tage insgesamt - steckte sie dann in das Projekt "Piggenheim Museum". Sie nahm zum Beispiel Bilder von Picasso, Frida Kahlo oder Leonardo da Vinci und malte sie nach. Der einzige Unterschied: die Menschen in den Originalen ersetzte sie mit ihrem Meerschwein Maise. So heißt zum Beispiel die Mona Lisa jetzt "Rodent Lisa", auf Deutsch: "Nagetier Lisa".

Meerschweinchen Maisie knabberte die Frida Kahlo an

Und ihr eigenes Nagetier, Maisie, ist begeistert von seinem eigenen kleinen Museum. "Sie hat sich echt vor jedes Bild gesetzt und es wirklich angeguckt, das fand ich total witzig. Leider hat sie das Frida Kahlo Gemälde etwas angenagt und ich glaube sie mochte Picasso gar nicht, aber die anderen fand sie super", erzählt Teresa. Und nicht nur Maisie mag die Kunstwerke - nachdem Teresa die Fotos online veröffentlichte, bekam sie viele Nachrichten von Menschen, die sich über ihre Meerschwein-Kunst freuten.

Dass sie den Menschen in dieser schwierigen Zeit ein bisschen Freude bringen kann, freut Teresa sehr. Und trotzdem kann sie das Ende der Corona-Krise kaum erwarten: Denn dann kann sie Maisie das richtige Guggenheim Museum zeigen.