Auch der FC Bayern ist keine Option

Corona lässt „Havertz-Aktie“ abstürzen

Rangers FC v Bayer 04 Leverkusen - UEFA Europa League Round of 16: First Leg
© Getty Images, Bongarts, AP

26. März 2020 - 13:08 Uhr

Pandemie bremst den Transfermarkt aus

Kai Havertz von Bayer Leverkusen war vor wenigen Wochen bei den europäischen Top-Clubs der begehrteste Bundesliga-Spieler mit Blick auf einen Wechsel im Sommer. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Fußball lassen den Wert der "Havertz-Aktie" aber dramatisch sinken. Trotz ausbleibender Millionen-Offerten aus dem Ausland scheint für Havertz aber auch ein Wechsel zum FC Bayern keine Alternative mehr zu sein.

Trainer Bosz hatte schon die "Dollar-Zeichen" in den Augen stehen

Vor knapp drei Wochen gab Leverkusens Trainer Peter Bosz dem "Algemeen Dagblad" ein Interview. Der Holländer prophezeite, dass die "Werkself" Kai Havertz (Vertrag bis 2022) im Sommer nicht mehr halten könne. Insgeheim rieben sich die Bayer-Verantwortlichen beim Gedanken an einen Verkauf des Spielers schon die Hände. "Das wird eine Überweisung von 100 Millionen, was sage ich, mehr als 100 Millionen Euro sein", rechnete Bosz vor. Davon kann mittlerweile aber keine Rede mehr sein.

Eine Ablöse in dieser Größenordnung ist inzwischen utopisch, darüber ist sich die gesamte Branche einig. Nicht nur wegen der Ausbreitung des Coronavirus und der Unklarheit, wann, wie und ob die Saison überhaupt weitergeht.

Europas Elite verfolgt andere Pläne

Der FC Barcelona bastelt stattdessen an einer Rückkehr von Neymar (Paris St. Germain). Für Clubs wie Juventus Turin und Real Madrid mangelt es Havertz an internationaler Erfahrung und Potenzial zur Vermarktung. Dazu litt der Youngster in der Hinrunde der Bundesliga unter einem langen Formtief.

In England ist Manchester City wegen des Ausschlusses aus der Champions League weniger  interessant. Chelsea und ManUnited können keine Königsklassen-Garantie bieten und der designierte englische Meister FC Liverpool spielt ein System, welches nicht unbedingt zu Havertz' Stil passt.

Münchner Ellenbogengesellschaft nichts für Havertz

Bliebe noch der FC Bayern. Doch in diesem Fall zögert Havertz. Wie der "kicker" berichtet, ist die Mannschaft des deutschen Meister kein Favorit auf eine Verpflichtung des Nationalspielers. Die Münchner Ellenbogengesellschaft, in der auch neben dem Platz regelmäßig Positionierungskämpfe stattfinden, soll laut "Insidern" nicht mehr das Wunschziel von Havertz sein.