Corona lässt Einnahmen aus Vergnügungssteuern schrumpfen

Scheinwerferlicht spiegelt sich in einer Discokugel. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild
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16. September 2020 - 11:31 Uhr

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die Einnahmen der Kommunen aus der Vergnügungssteuer drastisch schrumpfen lassen. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres nahmen die Gemeinden in Sachsen-Anhalt rund 3,9 Millionen Euro an Vergnügungssteuern ein, fast 1,8 Millionen weniger als im Vergleichszeitraum des Jahres 2019, wie das Landesamt für Statistik am Mittwoch in Halle mitteilte. Im Durchschnitt seien die Einnahmen aus dieser Steuer um 31 Prozent zurückgegangen.

Die Vergnügungssteuer wird von den Kommunen festgesetzt und erhoben und wird beim Besuch bestimmter Einrichtungen und Veranstaltungen fällig. Sie kann zum Beispiel über den Kartenverkauf oder auch über einen Pauschalsteuersatz erhoben werden, wenn eine Veranstaltung ohne Eintrittskarte zugänglich ist. Auch auf Kinokarten oder Spielautomaten wird die Steuer erhoben. Corona-bedingt waren im ersten Halbjahr 2020 zahlreiche Veranstaltungen abgesagt worden, Kinos mussten schließen.

Quelle: DPA