RTL News>Fussball>

Corona-Krise trifft auch Fußball: Diese Bundesligavereine sparen bei den Gehältern ein

Nach Trendsettern Gladbach und Mainz

Corona-Krise trifft auch Fußball: Diese Bundesligavereine sparen bei den Gehältern ein

 Die Gladbacher Mannschaft feiert ihren Sieg in der Fankurve, Christoph Kramer 6 Borussia Moenchengladbach, Florian Neuhaus 32 Borussia Moenchengladbach, Lars Stindl 13 Borussia Moenchengladbach, Stefan Lainer 18 Borussia Moenchengladbach, FC Augsbur
Die Gladbacher Mannschaft feiert ihren Sieg in der Fankurve, Christoph Kramer 6 (Borussia Moenchengladbach), Florian Ne
www.imago-images.de, imago images/kolbert-press, kolbert-press/Christian Kolbert via www.imago-images.de

Corona-Pandemie bedroht Proficlubs

Aufgrund des eingestellten Spielbetriebs wegen der Corona-Pandemie müssen viele Bundesligaclubs den wirtschaftlichen Schaden in Grenzen halten. Nachdem die Spieler von Borussia Mönchengladbach und Mainz 05 schon auf Teile ihres Gehalts verzichten, ziehen jetzt weitere große Vereine nach.

20 Prozent runter beim FC Bayern

Alle Spieler, der gesamte Vorstand und der komplette Aufsichtsrat von Rekordmeister Bayern München haben sich bereit erklärt, wegen der Einschnitte aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf 20 Prozent ihrer Bezüge zu verzichten. Zwei Bayern-Akteure waren zuvor bereits aktiv geworden: Die von Leon Goretzka und Joshua Kimmich ins Leben gerufene Spendenaktion „We Kick Corona“ kommt bereits auf mehr als drei Millionen Euro .

BVB, Leverkusen, Bremen und Schalke wägen Möglichkeiten ab

Borussia Dortmund zog wenig später nach. Die Profis verzichten in der Coronakrise freiwillig auf einen Teil ihrer Gehälter. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen Spielern und Verein bestätigte der BVB am Dienstag.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wertete das Entgegenkommen aus der Mannschaft zum Wohle der 850 Club-Mitarbeiter als "wertvolles Zeichen der Solidarität". Auch Watzke, weitere Verantwortliche wie Sportdirektor Michael Zorc oder Lizenzspielerchef Sebastian Kehl und auch Trainer Lucien Favre machen beim Gehalt Abstriche. Insgesamt soll ein zweistelliger Millionenbetrag eingespart werden.

Auch Bayer Leverkusen will tätig werden. "Wir machen uns Gedanken und die Spieler auch, das Signal hat Lars (Bender, Anm. d. Red.) mir gegeben. Alle sind gefordert, um dem eigenen Verein zu helfen", sagte Sportchef Rudi Völler.

Auf Schalke hat der Mannschaftsrat laut Sport1 Kürzungen von bis zu 30 Prozent der Gehälter vorgeschlagen. Werder Bremen sicherte seinen Angestellten ebenfalls Hilfe zu, wie Geschäftsführer Frank Baumann klarstellt: "Wir haben Spieler, die sich mit Werder, den Mitarbeitern und den Fans absolut identifizieren – gerade in schwierigen Zeiten. Deswegen kann jeder davon ausgehen, dass Spieler, Trainerteam und Geschäftsführung mit gutem Beispiel vorangehen und den Verein und vor allem die Mitarbeiter unterstützen."

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Viele Bundesligisten noch untätig

Alle weiteren Bundesligavereine leiteten bisher noch keine Maßnahmen in Sachen Gehälter ein. Lediglich einzelne Spieler wie Rafał Gikiewicz (Union Berlin) spendeten von sich aus. Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic ist sich derweil sicher, dass es bei jedem Club zum Verzicht kommen wird: "Wenn wir den Schaden kennen, wird jeder seinen Beitrag leisten, egal ob Spieler oder Mitarbeiter."

Doku bei TVNOW: Stunde Null - Wettlauf mit dem Corona-Virus