Frühstart spezial mit Prof. Dr. Timo Ulrichs

Corona-Krise: Darum haben die USA wertvolle Zeit verschenkt

02. April 2020 - 13:55 Uhr

Existenzangst lässt die Menschen zögern, zum Arzt zu gehen

Weit über 200.000 Corona-Infizierte - und die Zahl steigt rapide weiter an. Kein Land zählt so viele Betroffene wie die USA. In New York ist die Lage besonders dramatisch, Videos aus den Krankenhäusern oder Leichentransporten schockieren nicht nur die Amerikaner. Dass die USA so hart getroffen werden, liegt vor allem am Gesundheits- und Sozialsystem des Landes, erklärt Prof. Dr. Timo Ulrichs im Frühstart spezial zur Corona-Krise.

Keine Krankenversichung, Kurzarbeit ist kaum jemandem ein Begriff, die Angst um die Existenz lässt erkrankte Menschen deshalb zögern, zum Arzt zu gehen: "Wenn man sowieso nicht krankenversichert ist, hat man noch mehr das Risiko, dass man seine Verfügbarkeit auf dem Arbeitsmarkt reduziert, deswegen zögert man das raus. Das gilt nicht nur für Corona, sondern für viele andere Krankheitsbilder, so dass das dann sehr schnell dazu führt, dass man erst das Gesundheitswesen aufsucht, wenn das schon sehr weit fortgeschritten ist." Besonders tragisch ist die Entwicklung vor dem Hintergrund, dass die Amerika eigentlich weltweit führend auf dem Gebiet des Seuchenschutzes ist. Alle weiteren Infos dazu sehen Sie im Video.

+++ Alle aktuellen Informationen zum Corona-Virus im Liveticker +++

RTL-Reporterin Nina Lammers spricht täglich mit dem Infektionsepidemologen Prof. Dr. Timo Ulrichs über unterschiedliche Aspekte der Coronakrise - auch darüber, wie man funktionale Masken selber herstellen kann.

Welcher Weg führt am schnellsten Aus der Krise? Wie können wir das Corona-Virus bekämpfen? Damit beschäftigt sich der zweite Teil der TV NOW-Dokumentation "Stunde Null – Wettlauf mit dem Virus".