Kann das wirklich helfen?

Spahn rät zum Gurgeln gegen das Coronavirus

Jens Spahn selbst gurgelt regelmäßig, wie er sagt.
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10. Dezember 2020 - 8:53 Uhr

Gurgeln mit Mundspülung soll Virenlast senken

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht davon aus, dass die Gefahr einer Corona-Ansteckung im Privatbereich womöglich durch Gurgeln verringert werden kann. "Wissenschaftlich belegt ist das noch nicht. Aber die Idee dahinter ist, dass Gurgeln mit Mundspülungen aus in Alkohol gelösten ätherischen Ölen oder sogar Kochsalz die Viruslast im Mund-und-Rachen-Raum senken soll", sagte Spahn der "Neuen Osnabrücker Zeitung am Mittwoch. Er selbst gurgele ohnehin regelmäßig.

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Gurgeln gegen Corona - Mediziner ordnet ein

Eine explizite Gurgel-Empfehlung wie die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene wollte Spahn nicht aussprechen, das müsse letztlich jeder selbst wissen. "Aber schaden tut es sicher nicht", sagte er. Zudem warb Spahn für die Einhaltung einer einfachen Faustregel: "Verhalte dich so, als hättest du Corona: Dann hält man doch ganz automatisch Abstand und ist insgesamt vorsichtiger."

Schon vor Kurzem fanden Virologen der Ruhr-Universität Bochum heraus, dass sich die Zahl der Coronaviren im Mund-Rachenraum eines Infizierten durch die Verwendung bestimmter Mundspülungen reduzieren lasse. Das könne das Ansteckungsrisiko senken, etwa vor zahnärztlichen Behandlungen. Ein Schutz oder erst recht eine Vorbeugung stellt das nicht dar. "Wer infiziert ist, bleibt es auch", sagt RTL-Medizinexperte Dr. Christoph Specht. Alle Informationen zu den Ergebnissen der Forscher und Dr. Spechts ausführliche Einschätzung, lesen Sie hier.

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Quelle: DPA/RTL.de