Pressekonferenz des NRW-Ministerpräsidenten

Armin Laschet fordert strenges Kontaktverbot: "November wird entscheidend"

13. November 2020 - 8:18 Uhr

Im Video: Armin Laschet fordert strenge Regeln - und appelliert an die Bevölkerung

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und sein Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann haben über die aktuelle Lage und die Maßnahmen der Landesregierung im Rahmen der Coronavirus-Pandemie in Nordrhein-Westfalen informiert. RTL lag bereits zuvor ein Strategiepapier dazu vor. In der Pressekonferenz forderte Laschet, der Ausbreitung der Pandemie mit strengen Kontaktverboten entgegenzutreten, um einen die Wirtschaft und Bildung treffenden Lockdown zu vermeiden. Seinen Appell an die Bevölkerung sehen Sie im Video.

"Unser Land kann das"

+++Alle Informationen haben wir im Corona-Ticker bei RTL.de für Sie zusammengefasst.+++

Der Ministerpräsident appellierte nochmals an alle Bürger*innen: "Wenn wir den Lockdown verhindern wollen, wenn wir verhindern wollen, dass Menschen ihre Arbeitsplätze verlieren, dann müssen wir jetzt handeln. Unser Land kann das", sagte Laschet. "Wenn uns das gelingt, uns im Monat November zu konzentrieren, können wir in eine entspanntere Advents-und Weihnachtszeit gehen."

Armin Laschet: "Der November wird der Monat der Entscheidung"

Die Lage sei sehr sehr ernst, die jetzigen Maßnahmen reichten "offenkundig nicht aus", um die grassierende zweite Welle zu stoppen. "Eins ist klar: Der November wird der Monat der Entscheidung", so Laschet. Man sei derzeit in der Phase, in der man eine effektive Corona-Bremse brauche.

Man müsse jetzt konsequent sein, um die Entwicklung aufzuhalten, erklärte der CDU-Spitzenkandidat. "Das Entscheidende sind nicht die Beschlüsse, sondern das Verhalten der Menschen, die jetzt ihre Kontakte beschränken müssen."

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Armin Laschets wichtigste Forderungen aus der Pressekonferenz - auch im Video

  • Wiedereinführung eines strengeren Kontaktverbots:

Der überwiegende Teil der Infektionen im Privaten. Alle privaten Feiern müssten abgesagt werden, denn dort finde das Haupt-Infektionsgeschehen statt. Eine Ausgangssperre solle es aber nicht geben. "Nicht das Verlassen der eigenen Wohnung ist das Problem, sondern der Kontakt zu anderen", sagte Laschet. Spazieren und Bewegung an der frischen Luft seien dagegen kein Problem. Das hätten diese Maßnahmen im März gezeigt.

  • Maßnahmen zum Schutz der Verwundbarsten

Im März habe man Menschen in Altenheimen häufig alleine gelassen. Jetzt wolle man Schnelltests in Altersheimen etc. nutzen, damit Ältere nicht isoliert würden. Auch FFP2-Masken seien notwendig für die besonders Schützenswerten.

  • An den innerdeutschen Grenzen sollte es nicht zu Abschottungen kommen

"Hinter der Grenze eines Bundeslands müssen die gleichen Regeln gelten wie im eigenen Bundesland", sagte Laschet.

  • Unterstützung der Gesundheitsämter durch mehr Personal und digitale Strategie zur Kommunikation in den Behörden
  • Regeln müssen verständlich bleiben

"Beschlüsse, die niemand verstehen kann, senken die Akzeptanz", betonte Laschet. Die Polizei werde in den nächsten Tagen vermehrt die Regeln kontrollieren. "Jeder muss begreifen, was der Ernst der Lage ist", so Laschet. Ein jeder könne die Auswirkungen der Pandemie beeinflussen. Der Blick in Nachbarländer zeige: Dort werden drastische Maßnahmen verhängt.

Im Video: Alles, was Sie zum Coronavirus wissen müssen

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