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Keine Rücklagen für die Zweit-Impfung

Spahn macht Tempo: Astrazeneca-Lieferung soll direkt verimpft werden

05. Februar 2021 - 12:26 Uhr

Größere Liefermengen angekündigt

Jetzt macht Spahn Tempo: Der Astrazeneca-Impfstoff soll direkt verimpft werden, ohne die Zweit-Impfung zurückzustellen. Hintergrund sind angekündigte größere Liefermengen des Impfstoffes.

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Jens Spahn über Astrazeneca-Vakzin: „Ohne Rückstellungen für die Zweitimpfungen zu verimpfen“

In Anbetracht des in diesem Fall von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Mindestabstands zwischen Erst- und Zweitimpfung von neun bis zwölf Wochen und wegen "der weiter bestehenden Knappheit an Impfstoffen bei gleichzeitig hohem Bedarf" empfehle er, die für den 6., 12. und 19. Februar angekündigten Impfdosen "vollständig und ohne Rückstellungen für die Zweitimpfungen zu verimpfen". So heißt es in einem Schreiben Spahns an die Länder, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

"Auf diesem Weg können nach der Zulassung von Astrazeneca in den ersten drei Februarwochen mehr als 1,7 Millionen Bürgerinnen und Bürger ihre Erstimpfung erhalten." Nach dpa-Informationen werden am kommenden Samstag 345.000 Impfdosen in Deutschland erwartet, eine Woche später 391.000 und am 19. Februar eine Million Impfdosen. Anfang März sollen es dann noch einmal 1,5 Millionen Dosen sein.

Wie mit den Liefermengen im März umzugehen sei, solle bei einer Schaltkonferenz der Gesundheitsminister am 22. Februar entschieden werden, schreibt Spahn weiter. "Die Terminvergabe für die Zweitimpfung nach neun bis zwölf Wochen soll selbstverständlich und vorsorglich bereits jetzt erfolgen."

Die Impfkommission hatte das Vakzin von Astrazeneca nur für unter 65-Jährige empfohlen, so dass es derzeit im Wesentlichen nur Pflegekräften und medizinischem Krankenhauspersonal sowie den Mitarbeitern in den Impfzentren verabreicht werden kann.

Merkel verteidigt Impfstoff-Kauf über EU-Kommission

Kanzlerin Angela Merkel verteidigte in einem RTL-Interview unterdessen ihre Entscheidung, die Impfstoffe über die Europäische Kommission zu erwerben, die wegen geringen Bestellmengen und des späten Bestellzeitpunktes heftig kritisiert wird.

Merkel: "Es ist einfach nicht erwiesen, dass, wenn wir mehr bezahlt hätten oder mehr bestellt hätten, wir am Anfang mehr bekommen hätten." Der Impfrückstand auf Großbritannien erkläre sich durch die dortige "Not-Zulassung", so die Kanzlerin. Die EU habe sich für einen "gründlichen Weg" entschieden. Merkel: "Deshalb ist es ein bisschen langsamer gegangen, das ist richtig, aber ich glaube, wir werden da auch noch ein ganzes Stück aufholen."

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