Rückschlag in Israel?

Viele Menschen sind nach erster Impf-Dosis noch an Coronavirus erkrankt

Coronavirus - Israel
© dpa, Tsafrir Abayov, TSA OB esz alf

21. Januar 2021 - 10:16 Uhr

Viele Menschen sollen nach erster Dosis erkrankt sein

Die erste Dosis des Biontech/Pfizer-Impfstoffs soll schwächer wirken als angegeben. Das berichtet die New York Post in Berufung auf israelische Ärzte wie Nachman Ash. Dem Coronaberater des Landes zufolge, seien einige Menschen zwischen der ersten und der zweiten Injektion des Impfstoffs tatsächlich an Corona erkrankt.

Nach der zweiten Impfung würde dann zwar eine 95% Sicherheit erreicht, die erste Dosis bietet aber offenbar nur wenig Schutz.

Der Pharmakonzern hatte behauptet, dass Studien zeigen, dass der Impfstoff nach knapp zwei Wochen nach Erhalt der ersten Dosis zu etwas mehr als 50 Prozent wirksam ist, berichtete die BBC.

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Trotz Vorreiterrolle hohe Infektionszahlen

Israel gilt als Vorreiter bei der Corona-Impfung. Knapp ein Viertel der Bevölkerung hat bereits die erste Dosis erhalten. Trotzdem erreichten die Infektionszahlen in Israel zuletzt einen Höchststand. Täglich infizieren sich rund 10.000 Menschen mit dem Corona-Virus, bei knapp 9 Millionen Einwohnern.

Es gibt aber auch Hoffnung: Nur zwei Wochen nach der ers­ten Dosis des Biontech/Pfizer-Impfstoffs waren deutlich weniger Coronatests bei über 60-Jährigen positiv, wie die Studie einer israelischen Krankenkasse ergab.

Scharfe Maßnahmen in Israel

Seit knapp zwei Wochen befindet sich das kleine Land im harten Lockdown. Die Bevölkerung darf nur in einem Umkreis von einem Kilometer vor die Tür. Am Dienstag hatte die Regierung die strikten Einschränkungen bis Ende Januar verlängert. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte dazu: "Es braucht eine letzte, gemeinsame Anstrengung von uns allen".