Ab Mitte Dezember soll es losgehen

Das sind die Impf-Pläne für Norddeutschland

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26. November 2020 - 15:24 Uhr

Ohne Termin - keine Impfung

Die Vorbereitungen in Norddeutschland für die Impfung gegen das Corona-Virus laufen auf Hochtouren. Die Länder haben unterschiedliche Impfzentren geplant, um möglichst viele Personen zu impfen. Das sei laut Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher wichtig, "um eine einheitliche nationale Impfstrategie umsetzen zu können, sobald ein zugelassener Impfstoff in Deutschland zur Verfügung steht". Grundsätzlich gilt: Ohne Termin und Anmeldung gibt es keine Impfung. Eine Impfung ist freiwillig.

Hamburg: Mehrere Tausend Impfungen pro Tag

In den Hamburger Messehallen sollen ab Mitte Dezember mehr als 7.000 Menschen täglich gegen Corona geimpft werden. Wer sich wann impfen lassen kann, bestimmt die Kassenärztliche Vereinigung. Wie überall in Deutschland gilt auch in der Hansestadt: Medizinisches Personal zuerst. Dann sollen Polizei und Feuerwehr sowie besonders gefährdete Gruppe gegen das Virus geimpft werden.

Schleswig-Holstein: Pro Kreis ein Impfzentrum

In Schleswig-Holstein sollen die Impfungen ebenfalls am 15. Dezember starten – zunächst mit 15 Impfzentren. Pro Kreis bzw. kreisefreie Stadt soll es also mindestens eine Anlaufstelle geben. Insgesamt sind im Land 28 Impfzentren geplant. Die Reihenfolge ist laut Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) auch schon festgelegt: "Zunächst mal wird es eine sogenannte Priorisierung geben, der Menschen, die verimpft werden sollen. Das wird das medizinische und pflegerische Personal sein und die besonders gefährdeten Gruppen – also unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die ein bestimmtes hohes Lebensalter erreicht haben oder auch pflegebedürftige Menschen".

NIedersachsen: 60 Impfzentren

Bis zu 60 Zentren im ganzen Land plant Niedersachsen – wie in Schleswig-Holstein soll es mindestens ein Impfzentrum pro Landkreis und kreisfreier Stadt geben. In Landkreisen, wo die Einwohnerzahl besonders hoch ist, wie Braunschweig, Osnabrück und Stade oder Stadt und Region Hannover, soll es jeweils zwei geben. Dennoch: "In den nächsten Monaten wird entscheidend sein, dass wir unsere Bemühungen, das Virus im Zaum zu halten, nicht nachlassen", so Heiger Scholz, Leiter des Krisenstabs. Laut Experten müssten sich 60-70 Prozent der Bevölkerung infizieren bzw. geimpft werden, damit das Virus mehr oder weniger besieht ist.

Bremen: Zwei Impfzentren

In Bremen sind derzeit zwei Impfzentren geplant – eins wird in der Messehalle 7 eingerichtet. Ein weiteres Impfzentrum soll in Bremerhaven in der Stadthalle entstehen. Auch hier wird geplant, ab Mitte Dezember mit den ersten Impfungen zu starten.

Drei Impfstoffe gegen Corona

Innerhalb der letzten Wochen gaben die Entwickler Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca/Universität Oxford Erfolge mit ihren Impfstoffkandidaten bekannt. Alle drei Vakzine wirken gegen den Erreger und sollen in den kommenden Wochen in Deutschland zugelassen werden. Die Unterschiede der Impfstoffe hier im Überblick.