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Corona-Impfung: Bringt uns Russen-Impfstoff Sputnik V aus der Krise?

Mit Sputnik V aus der Impfkrise?

Drei Länderchefs werben für Russen-Impfstoff

Vials labelled "Sputnik V Coronavirus COVID-19 Vaccine" and a syringe are seen in front of a displayed Sputnik V logo, in this illustration photo taken March 12, 2021. REUTERS/Dado Ruvic/Illustration
Impfdosen des russischen Vakzins Sputnik V
DR/IVA, REUTERS, DADO RUVIC

Bodo Ramelow, Michael Kretschmer und Rainer Haseloff einig

„Der Impfstoff sollte zugelassen werden“, sagt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer den Zeitungen der Funke Mediengruppe in dieser Deutlichkeit. Er spricht über Sputnik V. Der russische Corona-Impfstoff war weltweit als erstes Covid-Vakzin zugelassen. In der EU läuft das Zulassungsverfahren seit Anfang März. Noch steht das Ergebnis aus, doch auch wegen des AstraZeneca-Impfstopps rücken Kretschmer und zwei weitere Ost-Ministerpräsidenten Sputnik V in den Fokus.

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Im Video: So laufen Corona-Impfungen mit Sputnik V in Moskau ab

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sagte den Funke-Blättern: „Ich wünsche mir seit langem viel mehr Druck von der Bundesregierung, dass wir mehr alternative Vakzine zugelassen bekommen.“ Die Abhängigkeit von AstraZeneca mache die Impfstrategie angreifbar.

„Es ist deshalb wichtig, dass endlich das Thema Sputnik V mit Nachdruck bearbeitet wird. Ich höre schon seit Wochen, dass Unterlagen fehlen. Wenn das wirklich so sein sollte, dann muss man das mit Russland rasch klären.“ Er selbst wolle seine Kanäle nach Russland nutzen, um dabei zu helfen. „Ich will keine politische Zulassung. Aber ich will auch keine politische Ablehnung“, so Ramelow.

So läuft das Impfen mit Sputnik V gerade ab Corona-Impfung in Moskau
03:31 min
Corona-Impfung in Moskau
So läuft das Impfen mit Sputnik V gerade ab

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Haseloff beruft sich auf eigene DDR-Impferfahrungen

Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) verwies wie Kretschmer darauf, dass über Zulassung zunächst die Europäische Arzneimittelbehörde ( EMA ) zu entscheiden habe. „Grundsätzlich aber gilt: Im Kampf gegen Corona ist uns jeder Impfstoff willkommen, der sicher ist und wirkt und uns so hilft, die Pandemie zu überwinden“, sagte er den Funke-Zeitungen.

„Wenn es um die Gesundheit der Menschen geht, sollte die Herkunft keine Rolle spielen. Schon als Kind bin ich mit einem russischen Impfstoff gegen Kinderlähmung immunisiert worden. Ich habe da keine Probleme.“

TVNOW-Dokus: Corona und die Folgen

Mit Sputnik V gegen Deutschland Impf-Probleme

„Russland ist ein großes Land der Wissenschaft, und ich habe nicht die geringsten Zweifel, dass die dortige Wissenschaft imstande ist, einen leistungsfähigen Impfstoff herzustellen“, sagte Sachsens Ministerpräsident. Schließlich habe Deutschland bei den Impfstoffen Kapazitätsprobleme, wissen nicht nur Kretschmer und seine Kollegen aus Thüringen und Sachsen-Anhalt.