Mit vereinten Kräften gegen Corona

Kooperation geplant: CureVac und Bayer wollen Impf-Allianz bilden

Bayer und CureVac kooperieren beim Corona-Impfstoff.
CureVac und der Pharmariese Bayer beschließen Impf-Allianz.
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Unternehmen wollen Kräfte bündeln

Weltweit ist die Nachfrage nach einem Impfstoff gegen Corona ungebrochen. Das stellt kleinere Impfstoffentwickler wie Biontech oder CureVac vor große logistische Herausforderungen. Denn häufig reichen ihre Produktionskapazitäten für die Menge an Bestellungen nicht aus. Die Impfstoffentwickler von CureVac und der Pharmariese Bayer wollen deshalb zusammenarbeiten.

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Impfstoff soll schneller auf den Markt kommen

Erst war es nur ein Gerücht, doch dann bestätigte Bayer die Partnerschaft: Man wolle mit CureVac gemeinsame Sache machen und Kompetenzen bündeln. Konkret bedeutet das, dass Bayer das Tübinger Biotech-Unternehmen CureVac bei der Produktion, der Auslieferung und der Logistik des Corona-Impfstoffs künftig unterstützt. Denn sollte der Impfstoffkandidat von CureVac demnächst unter anderem in der EU zugelassen werden, muss CureVac in kurzer Zeit Millionen Impfdosen ausliefern. Dazu schlossen Bayer und die Tübinger Impfentwickler nun eine Kooperationsvereinbarung. „Im Rahmen dieser Vereinbarung wird Bayer bei der weiteren Entwicklung und Bereitstellung des Covid-19-Impfstoffkandidaten CVnCoV von CureVac sowie bei lokalen Aktivitäten in ausgewählten Ländern unterstützen" teilten die Leverkusener mit. Ziel sei es, den Impfstoff nach Zulassung möglichst schnell und breit auf den Markt bringen zu können.

Die Großen helfen den Kleinen

Der Pharmariese aus Leverkusen kennt sich aus mit der Produktion und dem Vertrieb von Impfstoffen, Medikamenten und anderen Pharmaprodukten. Seit über hundert Jahren entwickelt und produziert Bayer Arzneimittel. Sein bekanntestes Produkt ist wohl das Schmerzmittel Aspirin. Weil Bayer seit Jahren Pharmaka produziert, kann das Unternehmen auf enorme Produktionskapazitäten zurückgreifen. Und diese stehen künftig auch CureVac bei der Herstellung des Corona-Impfstoffes zur Verfügung. Die weitere Entwicklung des Impfstoffs bleibt aber weiterhin in der Hand des Tübinger Biotech-Unternehmens. Auch der Mainzer Hersteller Biontech kooperiert schon länger mit dem amerikanischen Pharmakonzern Pfizer und bündelt die Kompetenzen bei der Produktion und der Logistik des Corona-Vakzins.

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Wann kommt der CureVac-Impfstoff?

Bisher sind in Deutschland rund 300.000 Menschen mit der ersten Impfung gegen Corona versorgt. Viel zu wenig findet nicht nur die SPD, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) jüngst vorwarf, er hätte viel zu wenig Impfstoff für Deutschland geordert. Fakt ist: Bisher wird nur das Vakzin von Biontech in Deutschland verimpft. In den nächsten Tagen kommt der Impfstoff von Moderna hinzu. Dieser wurde gestern wurde gestern von der europäischen Arzneimittelbehörde zugelassen. Wann der Impfstoff vom Tübinger Unternehmen CureVac auf den Markt kommt ist bisher noch unklar. Der Impfstoff-Kandidat befindet sich derzeit in der letzten Testphase. Experten rechnen damit, dass CureVac die Zulassung im Frühjahr beantragen will.

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