Landkreis galt vor einer Woche noch als coronafrei

Sprunghafter Anstieg der Corona-Fälle in Kulmbach und Würzburg

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18. September 2020 - 11:02 Uhr

Zahl der Neuinfektionen steigt sprunghaft an

Am Mittwoch registrierte die Stadt Würzburg innerhalb der vergangenen sieben Tage 75,07 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitteilte. Damit ist die Zahl der mit Corona infizierten Menschen stark angestiegen. Auch der Landkreis nähert sich mit 42,64 Neuinfektionen dem bundesweit vereinbarten Corona-Grenzwert von 50 pro 100 000 Einwohner. Überschritten hatte diesen am Mittwoch die oberfränkische Stadt Kulmbach samt Landkreis mit 54,28 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Darüber liegen dem LGL zufolge im Freistaat sonst nur Kaufbeuren (54,68) und Garmisch-Partenkirchen (57,65).

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Private Feier wohl Auslöser

Noch vor einer Woche galt der Landkreis Kulmbach als coronafrei. Auf einer privaten Feier sollen sich jedoch vor allem junge Menschen mit dem Virus infiziert haben.

Ab sofort gelten im Landkreis verschiedene Kontaktbeschränkungen bei privaten und öffentlichen Veranstaltungen. An einer Real- und einer Berufsschule sind fünf Klassen in Quarantäne geschickt worden.

Maskenpflicht in Würzburger Schulen soll beibehalten werden

Das Landratsamt Würzburg will wegen den steigenden Corona-Zahlen dort die Maskenpflicht im Unterricht beibehalten. Das Gesundheitsamt stellte in einem ersten Schritt die Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis auf Warnstufe "gelb". Demnach müssen Schulkinder ab der fünften Jahrgangsstufe weiterhin eine Mund-Nasen-Bedeckung im Klassenzimmer tragen, wenn dort der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet ist. In Kitas ist ein offenes Betreuungssystem nicht mehr möglich und die Gruppen dürfen sich nicht mehr durchmischen.

63 107 Corona-Fälle in Bayern

In Bayern sind nach LGL-Angaben bisher 63 107 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. 2.645 Todesfälle hat es bisher im Freistaat gegeben.