Positiv denken!

5 Corona-Fakten, die uns jetzt Mut machen

Einige Entwicklungen der letzten Monate machen Mut im Kampf gegen das Coronavirus.
© iStockphoto, erhui1979

27. Januar 2021 - 11:20 Uhr

Wenn alles zu viel wird: Blick auf die positiven Dinge richten

Die Pandemie verlangt uns allen viel ab. Seit Wochen befinden wir uns im Lockdown, seit Monaten sehen wir Freunde, Kollegen und Verwandte nur auf Distanz oder sogar gar nicht mehr, die Zahlen an Todesfällen und Neuinfektionen beunruhigen uns und lassen uns angesichts einer unsicheren Zukunftsprognose bangen, dass es noch lange so weitergeht. Wenn alles zu viel wird und uns die Sorgen übermannen, ist es wichtig, den Blick auf die positiven Dinge zu richten. Und die gibt es sogar in diesen Zeiten! Wir haben fünf Fakten zum Coronavirus zusammengetragen, die jetzt Mut machen.

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1. Die Impfstoffe wirken - wohl auch gegen die Mutationen

Es war wohl die beste Corona-Nachricht des letzten Jahres: Habemus Impfstoff! Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) gab am 21. Dezember grünes Licht für das Vakzin von Biontech und Pfizer. Anfang Januar folgte die europäische Zulassung für den Impfstoff des US-Herstellers Moderna. Die beiden mRNA-Vakzine zeigen in Studien einen sehr hohen Schutz gegen eine Infektion mit SARS-CoV-2 sowie eine gute Verträglichkeit. Die Nebenwirkungen bei Geimpften sind im Allgemeinen schwach bis mäßig und klingen nach kurzer Zeit wieder ab. Auch der Impfstoff von Astrazeneca steht in Deutschland kurz vor der Zulassung.

Und noch eine wirklich gute Nachricht: Mittlerweile haben sowohl Biontech als auch Moderna mitgeteilt, dass ihre Impfstoffe auch vor den ansteckenderen Corona-Varianten aus Großbritannien und Südafrika schützen.

2. Fortschritte bei der Entwicklung von Medikamenten

Während es also mittlerweile einige Impfstoffe gegen das Coronavirus gibt, sind Medikamente für schwer Erkrankte immer noch rar. Doch auch in diesem Bereich hat die Forschung in den vergangenen Monaten einige Fortschritte gemacht. Wissenschaftler der Universität Tübingen etwa haben vor Kurzem eine Schwachstelle des Virus entdeckt, die für die Entwicklung eines Corona-Medikaments entscheidend sein könnte. Die Forscher fanden mithilfe eines Computermodells ein Enzym des Virus gefunden ("Guanylatkinase 1"), das eine Schlüsselfunktion bei der Vermehrung des Virus zu spielen scheint. Gelingt es nun, dieses Enzym zu deaktivieren, könnte auch die Vermehrung des Virus gestoppt werden.

Hoffnung besteht auch im Zusammenhang mit der Anwendung von sogenannten monoklonalen Antikörpern. Die Behandlung mit diesen Antikörpern soll erwachsenen Patienten mit milden oder moderaten Symptomen und einem Risiko für schwere Verläufe zugutekommen. Gesundheitsminister Spahn soll Mitte Januar 200.000 Dosen eines solchen Anti-Covid-Mittels für Deutschland erwoben haben – dieses soll übrigens auch Ex-US-Präsident Trump während seiner Corona-Infektion geholfen haben.

Wir haben den RTL-Medizinexperten Dr. Christoph Specht gefragt, was er von dem Antikörper-Medikament hält. Seine Einschätzung sehen Sie im Video.

Video: Was taugt das neue Corona-Medikament? Dr. Specht schätzt ein

3. Corona sei dank: Deutschland schafft Klimaziel 2020 doch

Für das Klima hat sich die Pandemie tatsächlich als Segen erwiesen. Denn Deutschland seine Klimaziele für 2020 nicht nur erreicht, sondern sogar leicht übertroffen. Der Treibhausgas-Ausstoß habe im vergangenen Jahr 42,3 Prozent unter dem Wert von 1990 gelegen, ergab eine Analyse der Denkfabrik Agora Energiewende, deren Ergebnisse der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Das eigentlich schon abgeschriebene Ziel für 2020 sah 40 Prozent weniger Emissionen als 1990 vor.

Allerdings – und das ist der große Wermutstropfen – liegt dies nicht an der politischen Leistung der Deutschen, sondern in erster Linie an den Folgen des Virus. Denn die Wirtschaft lag teilweise brach und auch der Flugverkehr nahm im letzten Jahr drastisch ab. Daher steht am Ende des Krisenjahres 2020 unter dem Strich: Da muss mehr kommen – eine Pandemie kann keine Klimapolitik ersetzen.

4. Mehr Spenden als in Vorjahren: Deutsche zeigen sich hilfsbereit

In der weltweiten Corona-Krise zeigen sich auch Gesten der Menschlichkeit, die Hoffnung machen. So stieg zum Beispiel die Spendenbereitschaft der Deutschen an – und das obwohl die Krise aus hierzulande viele Menschen finanziell belastet. "Wir werden voraussichtlich knapp 50 Millionen Euro an Spenden erhalten", sagte Gerda Hasselfeld, Präsidentin das Deutschen Rote Kreuzes (DRK), der "Saarbrücker Zeitung" Ende Dezember. 2019 waren es demnach noch etwas über 30 Millionen Euro. "Das ist ein großer Sprung", so Hasselfeldt. "Viele Menschen wollen anderen helfen. Das erfreut mich sehr."

Ähnlich Erfreuliches berichtet der Zusammenschluss deutscher Hilfsorganisationen "Aktion Deutschland Hilft". Dieser verzeichnete im Pandemie-Jahr rund zehn Prozent mehr Spenden als im Vorjahreszeitraum. Die meisten Spenden in 2020 konnten für die Betroffenen der Explosion in Beirut gesammelt werden (7,2 Millionen Euro), gefolgt von 5,5 Millionen Euro für die weltweite Corona-Nothilfe. Aber auch das Leid der Menschen in Syrien bewegte die Deutschen weiterhin. So gingen mit 1,8 Millionen Euro bislang fast doppelt so viele Spenden für Flüchtlinge im syrischen Bürgerkrieg ein wie im Vorjahreszeitraum (1 Million Euro).

Auch beim 25. RTL-Spendenmarathon ist 2020 ein neuer Rekord geknackt worden: 15.751.339 Euro sind zusammengekommen, um Kindern in Deutschland und der ganzen Welt zu helfen!

5. Die Zahlen sinken endlich wieder

Nach einer starken zweiten Welle sinken die Zahlen der Corona-Neuinfektionen wieder. Auch die 7-Tage-Inzidenz sinkt damit weiter – und das lässt hoffen, dass wir die schlimmsten Zeiten endlich hinter uns gelassen haben. "Wir sind auf dem richtigen Weg", schätzt Dr. Georg-Christian Zinn, Direktor Hygienezentrum Bioscientia, die Lage im RTL-Interview ein. Trotzdem stelle sich für ihn die Frage: Ist das schnell genug? "Reicht das tatsächlich, um die jetzt schon in Deutschland vorhandenen neuen Virus-Mutationen in Schach zu halten? Aus meiner Sicht reicht das nicht", so Dr. Zinn weiter. "Wir müssen meines Erachtens schneller vorankommen." Welche Maßnahmen der Hygiene-Experte dafür vorschlägt, das lesen Sie hier.

Es heißt also weiterhin: Hygienemaßnahmen befolgen, Kontakte reduzieren und Damen drücken, dass die Zahlen sich weiterhin so positiv entwickeln wie in den letzten Tagen. Vielleicht schaffen wir es dann in den Sommer, ohne eine dritte Welle zu erleben.

TVNOW-Dokus: Corona und die Folgen

Das Corona-Virus hält die Welt seit Monaten in Atem. Auf TVNOW finden Sie jetzt spannende Dokumentation zur Entstehung, Verbreitung und den Folgen der Pandemie.