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Container-Drama mit 39 Leichen in England: Lastwagenfahrer unter Mordverdacht

39 Tote vermutlich eingeschleuste Migranten

Container-Drama: Lastwagenfahrer unter Mordverdacht

LKW-Fahrer nach Leichenfund unter Mordverdacht 39 Tote in Kühlcontainer gefunden
01:05 min
39 Tote in Kühlcontainer gefunden
LKW-Fahrer nach Leichenfund unter Mordverdacht

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Angeblich erfroren sie bei minus 25 Grad im Kühlanhänger

Viele Fragen, wenig Antworten: Wer sind die 39 Toten, die östlich von London in einem Container entdeckt wurden? Und weshalb mussten sie sterben? Der Fahrer des Lastwagens steht unter Mordverdacht, wurde festgenommen. Allerdings könnte der 25-jährige Maurice Robinson auch unschuldig sein. Bisher ist nicht klar, ob er wusste, dass sich Menschen in dem Anhänger befinden. Wie die Polizei weiter vorgeht, erklärt eine Polizeisprecherin im Video.

Polizei durchsucht zwei Wohnungen in Nordirland

Police are seen at the scene where bodies were discovered in a lorry container, in Grays, Essex, Britain October 23, 2019.  REUTERS/Hannah McKay
Spurensicherung am Fundort der Leichen.
/awi, REUTERS, Hannah Mckay

Britischen Medienberichten zufolge wurden in der Nacht zum Donnerstag zwei Wohnungen in Nordirland durchsucht, dem Herkunftsland des Lastwagenfahrers. Ein Zusammenhang mit dem Leichenfund sei wahrscheinlich. Eine offizielle Bestätigung hierfür gibt es allerdings nicht.

Nachbarn der Eltern von Robinson waren überrascht von der Festnahme, berichtet der Belfast Telegraph . Die Familie sei angesehen im Dorf Laurelvale und der 25-Jährige habe alle paar Wochen seine Eltern besucht.

Die 39 Toten sind vermutlich nach England geschleuste Migranten. Offiziell bestätigt ist das bislang aber ebenso wenig wie die Todesursache. Die Menschen im Laderaum könnten erfroren sein, da es sich bei dem großen Lkw-Sattelauflieger um einen Kühlcontainer handelte.

Die Kühlung sei eingeschaltet gewesen, berichten britische Medien. Laut The Sun hätten die Menschen bei minus 25 Grad „keine Überlebenschance“ gehabt. Bei den noch nicht identifizierten Toten handelt es sich laut Polizei um 38 Erwachsene und einen Teenager.