Confed Cup in Russland: Joachim Löw überrascht mit vielen Newcomern

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20. Mai 2017 - 10:11 Uhr

Joachim Löw schont für den Confederations Cup (17. Juni bis 2. Juli) sehr viele etablierte Nationalspieler: Ohne Manuel Neuer, Mats Hummels, Jerome Boateng, Thomas Müller, Toni Kroos oder Mesut Özil fährt das DFB-Team nach Russland. Stattdessen kommen viele Überraschungskandidaten mit.

Stindl, Wagner, Younes und Co. stehen vor dem Debüt

Lars Stindl (Borussia Moenchengladbach) bejubelt seinen Treffer zum 0:1, FSV Mainz 05 vs Borussia Moenchengladbach, Fussball, 1. Bundesliga, 29.04.2017, Foto Neis / Eibner Mainz Copyright: xNeisx/Eibner-Pressefotox EP_ansLars Stindl Borussia Moenchen
Da geht's Richtung Russland: Lars Stindl feiert seine DFB-Premiere beim Confed Cup.
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Debütantenball in Russland: Jogi Löw gibt beim Confed Cup mehreren Spielern die Möglichkeit, ihre Premiere als Nationalspieler zu erleben. Lars Stindl, Sandro Wagner, Amin Younes, Diego Demme, Kevin Trapp, Kerem Demirbay und Marvin Plattenhardt sind alle noch ohne DFB-Einsatz - Trapp war immerhin schon mal nominiert.

Verzichten wird der Bundestrainer dafür auf etliche Weltmeister und überraschend auch auf Mario Gomez. Lediglich Julian Draxler, Matthias Ginter und Shkodran Mustafi gehen als Weltmeister mit zum WM-Vorbereitungsturnier in Russland. "Wer die Mannschaft führt, das wird sich noch herauskristallisieren", sagte Löw. "Vom Alter her sind Lars Stindl oder Sandro Wagner Spieler, die führen können - aber auch die sind ja ganz neu hier." Stattdessen hob er Draxler und Mustafi hervor. "Gerade Julian Draxler, der bei Paris eine klasse Saison gespielt hat", sieht Löw in der Führung.

Auch im Testspiel gegen Dänemark (6. Juni) und im WM-Qualifikationsspiel gegen San Marino (10. Juni live auf RTL) wird diese Mannschaft spielen.

U21 verschärft die Nominierungen

Marco Reus hätte Löw gerne mit nach Russland genommen, doch der Dortmunder sagte ab. Er wolle sich lieber regenerieren und frisch in die neue Saison starten, um am Ende 2018 bei der WM endlich bei einem großen Turnier dabei sein zu können. Löw unterstützt diesen Plan, da "es schon ein Nackenschlag" gewesen sei, als Reus vor der WM 2014 plötzlich verletzt ausfiel.

Die gleichzeitig stattfindende U21-EM erschwerte natürlich die Kadernominierung von Jogi Löw. Denn unter anderem Spieler wie Mahmoud Dahoud, Max Meyer, Serge Gnabry und Jonathan Tah stehen auch auf dem Zettel des Bundesligatrainers. 

Der Kader im Überblick

Tor:

Bernd Leno (Bayer 04 Leverkusen), Marc-Andre ter Stegen (FC Barcelona), Kevin Trapp (Paris St. Germain.

Abwehr: 

Matthias Ginter (Borussia Dortmund), Jonas Hector (1. FC Köln), Benjamin Henrichs (Bayer 04 Leverkusen), Joshua Kimmich (FC Bayern München), Shkodran Mustafi (FC Arsenal), Marvin Plattenhardt (Hertha BSC), Antonio Rüdiger (AS Rom), Niklas Süle (TSG 1899 Hoffenheim).

Mittelfeld/Angriff:

Julian Brandt (Bayer 04 Leverkusen), Emre Can (FC Liverpool), Kerem Demirbay (TSG 1899 Hoffenheim), Diego Demme (RB Leipzig), Julian Draxler (Paris St. Germain), Leon Goretzka (Schalke 04), Sebastian Rudy (TSG 1899 Hoffenheim), Leroy Sane (Manchester City), Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach), Sandro Wagner (TSG 1899 Hoffenheim), Timo Werner (RB Leipzig), Amin Younes (Ajax Amsterdam).