Cold Water Challenge: Familienvater verunglückt tödlich

Bis in die frühen Morgenstunden arbeiteten Helfer an der Unglücksstelle, um den Teleskoplader wieder aufzurichten.
Bis in die frühen Morgenstunden arbeiteten Helfer an der Unglücksstelle, um den Teleskoplader wieder aufzurichten.
© dpa, Guido Schulmann

31. Juli 2014 - 15:15 Uhr

34-jähriger Mann stirbt während Kegelclub-Feier

Tragisches Ende einer sogenannten 'Cold Water Challenge' im nordrhein-westfälischen Isselburg: Für einen 34-jährigen Familienvater kam jede Hilfe zu spät. Fünf Menschen wurden am Dienstagabend zum Teil schwer verletzt und kamen ins Krankenhaus, teilte die Polizei mit.

Bei einer Feier eines Kegelclubs saßen die Clubmitglieder an einem Biertisch auf einem abgeernteten Getreidefeld in Isselburg im westlichen Münsterland, zwischen Bocholt und Emmerich. Ein 36-Jähriger wollte die Kegler mit Wasser übergießen. Dazu hatte er die Schaufel eines Teleskopladers mit 2.000 Litern Wasser gefüllt. Doch das Fahrzeug kippte nach vorne und die Schaufel schlug aus sechs Metern Höhe auf den Tisch. "Teilweise konnten sich Personen noch schnell retten und andere Personen wurden verletzt. Ein Mann ist hier vor Ort verstorben", erklärte ein Polizeisprecher.

Der Internet-Trend 'Cold Water Challenge' ist in diesem Sommer vor allem durch Feuerwehren bekannt geworden. Dabei machen sich die Beteiligten nass – und das möglichst kreativ. Kritiker warnen seit längerem, dass viele Aktionen zu gefährlich sind. Und der Unfall in Isselburg gibt ihnen recht.