RTL-Reporter Christof Lang

Teures Fleisch und teure Autos: Warum die CO2-Steuer in Schweden trotzdem funktioniert

04. Juni 2019 - 9:48 Uhr

Bald auch CO2-Steuer in Deutschland?

Sie ist umstritten, aber es könnte gut sein, dass es in Deutschland in Zukunft eine CO2-Steuer gibt. Das würden dann auch Verbraucher zu spüren bekommen: Nicht nur Auto fahren und Flugreisen würden teurer. Auch Dinge des alltäglichen Lebens wie zum Beispiel Fleisch würde mehr kosten, weil die Produktion viel CO2 freisetzt. In Schweden gibt es bereits seit 28 Jahren eine CO2-Steuer. RTL-Reporter Christof Lang war bei unseren europäischen Nachbarn und zeigt im Video, warum die Steuer dort funktioniert.

Schweden hat höchste CO2-Steuer weltweit

Das Kraftwerk Niederaußem von der RWE Power: Co2-Ausstoß
Eine CO2-Steuer würde den Ausstoß des wichtigsten Treibhausgases CO2 etwa beim Autofahren und Heizen verteuern.
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Schweden ist weit vorne in Europa, was den Umweltschutz angeht. Das Land ist auf dem Weg, bis 2045 ein Null-Emissions-Land zu werden, was Deutschland wahrscheinlich nie und nimmer schafft. In Stockholm rollen Biogas- und Biodiesel-Busse, die Straßen sind leer, viele fahren Fahrrad statt Auto. Diesel kostet hier knapp 1,60 pro Liter. Die Regierung hat 1991 schrittweise eine CO2-Steuer für Verbraucher und Wirtschaft eingeführt, die heute mit rund 115 Euro pro Tonne CO2 Weltrekordhoch ist und trotzdem funktioniert. Für Schlechtverdiener gibt es einen Ausgleich.

Ziel einer CO2-Steuer ist, fossile Brennstoffe wie Benzin und Heizöl teurer zu machen, damit die Menschen weniger davon verbrauchen und klimafreundliche Technologien gefördert werden. Auch die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) hatte sich dafür ausgesprochen. Ihr Ministerium arbeitet an einem Konzept, bei dem Menschen mit kleinerem Einkommen unterm Strich nicht draufzahlen sollen.