Neues Klimagutachten

CO2-Steuer: Diese Kosten könnten auf uns zu kommen

12. Juli 2019 - 20:57 Uhr

Wirtschaftsweisen wollen Sprit und Heizöl teurer machen

Mal wieder ein neues Klima-Gutachten – heute mit Kanzlerin – letzte Woche mit Umweltministerin. Immer wieder geht es um die Fragen: Wie kann Deutschland endlich seine Klimaziele erreichen und brauchen wir dafür eine neue Steuer, die den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids verteuert? Die Union ist dagegen, die SPD dafür. Zum ersten Mal haben die "Wirtschaftsweisen" der Bundesregierung empfohlen, einen Preis für den CO2-Ausstoß einzuführen. Die Vorschläge für eine mögliche CO2-Abgabe - in unserem Video.

Tanken könnte bald schon teurer werden

Tanken Tankstelle, Rohölpreise, Benzinpreis
Ein Liter Benzin könnte bald 1,63 Euro kosten.
© imago/SKATA, imago stock&people

Einen genauen Preis nennen die Gutachter nicht. Klar ist aber: Er soll auf Sprit und Heizöl erhoben werden. Umweltökonomen zeichnen ein mögliches Szenario: In einem ersten Schritt könnte die Tonne CO2 50 Euro kosten. Damit würde der Preis für einen Liter Benzin auf  etwa 1,63 pro Liter steigen. Wer mit Gas heizt, müsste etwa 45 Euro pro Jahr mehr bezahlen. In einem zweiten Schritt könnte der CO2-Preis dann auf 130 Euro stiegen. Der Liter Super würde etwa 1,86 kosten - und die Heizkosten lägen etwa bei 260 Euro mehr pro Jahr.

Einen finanziellen Ausgleich fordert auch die Bundesumweltministerin. Svenja Schulze hatte vor einer Woche gleich drei Gutachten präsentiert, die eine CO2-Steuer empfehlen und für die Bürger eine Klimaprämie, etwa 80 Euro pro Person und Jahr.

Die auf schnelle Maßnahmen dringenden Kids von "Fridays for Future" sagen jedoch: Die Politik ist viel zu langsam. Bisher gibt es nur Gutachten, aber keine Entscheidungen. "Dazu wird es noch breite Diskussionen geben", beschwichtigt Kanzlerin Angela Merkel. "Es sind keine einfache Entscheidungen, wir wollen sie bis Ende September in der Bundesregierung treffen."