Er gehört zum „Club 27“

Jim Morrison: 50. Todestag des „The Doors“-Sängers

"The Doors": John Densmore, Robby Krieger, Ray Manrarek und Jim Morrison.
"The Doors": John Densmore, Robby Krieger, Ray Manrarek und Jim Morrison.
© picture-alliance

03. Juli 2021 - 21:10 Uhr

Vor 50 Jahren starb eine Musikikone

50 Jahre nach dem Tod des charismatischen "The Doors"-Sängers Jim Morrison gehört sein Grab noch immer zu den meistbesuchten auf dem berühmten Pariser Friedhof Père Lachaise.

Janis Joplin, Jimi Hendrix und Jim Morrison gehören zum „Club 27“

Der Pilgerstrom von Fans und Trauer-Touristen soll nachgelassen haben, heißt es kurz vor dem Todestag, am 3. Juli. Der Andrang habe sich stark gelegt, sagt einer der Friedhofswächter bei einem Besuch der Deutschen Presse-Agentur - damit aber auch das teilweise unzivilisierte Verhalten von Gästen.

Morrison gehört zum makaberen "Club 27" – bestehend aus mehreren prominenten Drogentoten der Popmusik, die alle nur 27 Jahre alt wurden, beispielsweise auch Janis Joplin oder Jimi Hendrix. Der Doors-Frontmann war am Morgen des 3. Juli 1971 in Paris gestorben und dort kurz danach beigesetzt worden.

Der tragische "Club 27" Elvis Presleys Enkel ist das neueste Mitglied

Der charismatische Doors-Frontmann Jim Morrison starb am Morgen des 3. Juli 1971 in Paris.
Der charismatische Doors-Frontmann Jim Morrison starb am Morgen des 3. Juli 1971 in Paris.
© dpa, Manfred Rehm, rf dul hpl alf bsc

Besuche des Friedhofs Père Lachaise gehört zum Pariser Kulturprogramm

Sei langer Zeit treffen sich Morrison-Fans an seinem Grab in Paris – und sie hinterließen hässliche Spuren: Leere Whiskyflaschen und Kippen von Joints, der Grabstein mit Graffiti beschmiert, und 1988 verschwand sogar seine Büste. Im Jahr 1990 wurde die letzte Ruhestätte der Kultfigur renoviert, 2004 wurden schließlich Sicherheitsbarrieren installiert.

Es sei ruhiger geworden um das Grab, sagte auch Gaëtan, der zuletzt vor etwa sieben Jahr auf dem Friedhof war. Damals hätten noch Leute vor der Absperrung gekniet und Texte des Songwriters wie Gebete vor sich hingemurmelt. Der Belgier ist kurz vor dem Todestag zusammen mit seiner Freundin als Tourist in der französischen Hauptstadt. Die Besuche des Père Lachaise, auf dem zahlreiche Berühmtheiten wie Frédéric Chopin, Edith Piaf und Oscar Wilde beerdigt sind – sie sind Teil seines Kulturprogramms.

Kurz vor dem Tag, an dem Morrison 50 Jahre tot ist, sind nicht wenige Besucher Journalisten – die meisten jedoch weiterhin Touristen. Bis vor der Corona-Krise sollen jährlich bis zu drei Millionen Besucher zu dem 44 Hektar großen Parkfriedhof gekommen sein – sehr viele mit dem etwas abgelegenen Grab der Rock-Ikone als Ziel.

(dpa/jti)

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