Claire Williams: Warum keine Paydriver?

Claire Williams, F1
Claire Williams findet es nicht verwerflich, sich einen Paydriver ins Team zu holen.
imago/Crash Media Group, imago sportfotodienst

Das Williams-Team kann sich gut vorstellen, bald wieder auf Paydriver zu setzen. "Ist etwas falsch daran, wenn man einen Fahrer mit Talent und Geld nimmt? Das ist doch doppeltes Glück", sagte Teamchefin Claire Williams.

Grundsätzlich stehen aber die fahrerischen Fähigkeiten im Vordergrund. "Zwei Autos Woche für Woche so weit oben wie möglich zu haben, ist immer die oberste Priorität für das Team", sagte die Britin, die für kommende Saison ein großes Stühlerücken prophezeit, "weil viele Fahrer keinen Vertrag mehr besitzen".

Die aktuellen Williams-Fahrer stehen vor der Rente (Felipe Massa/35) oder werden bei Top-Teams gehandelt (Valtteri Bottas/Ferrari). Wer kommendes Jahr für die Blau-Weißen auf Punktejagd gehen wird, ist allerdings noch völlig offen, so Williams: "Die Entscheidung werden wir als Gruppe treffen, wenn die Zeit reif dafür ist."

Der bekannteste Paydriver, der bei Williams unter Vertrag gestanden hatte, war Pastor Maldonado, der für viele der Inbegriff eines Fahrers war, der Geld mitbringt, aber nicht das größte Talent ist. "Kritik scheint es nur bei einigen Fahrern zu geben", wundert sich Williams. "Alonso bringt Geld mit. Kritisiert jemand ein Team, wenn es Alonso nimmt?"