Christopher Posch überführt Sexting-Erpresser

20. Juni 2016 - 10:37 Uhr

Showdown vor Gericht: Vanessa war nicht das einzige Opfer

Bei Teenies sehen die Selfies meistens so aus: mal in Unterwäsche, mal im Bikini - Hauptsache sexy. Und die werden dann an Freunde geschickt. Dieser Trend heißt Sexting, ein Trend mit Schattenseiten. Die 15-jährige Vanessa brachte ein harmloses Bikinibild in eine scheinbar aussichtslose Lage.

Christopher Posch überführt Sexting-Erpresser
Vor Gericht trifft das Sexting-Opfer Vanessa auf ihren Peiniger.

Über Facebook wurde die Schülerin von einem vermeintlich gleichaltrigen Mädchen angeschrieben. Sie hoffte auf eine neue Freundin, begann ihr zu schreiben. Die Frage nach Fotos war für sie ganz normal. Nach mehrmaliger Nachfrage schickte sie ihrer angeblich neuen Freundin ein Selfie in Unterwäsche. Ein großer Fehler. Was die 15-jährige Schülerin nicht wusste: Hinter dem angeblich gleichaltrigen Mädchen steckte ein Mann - und dieser erpresste sie, verlangte Nacktfotos.

Im Nachhinein konnte Vanessa nicht fassen, wie naiv sie war. Aber die Vorstellung, ihre Lehrer könnten sie tatsächlich in Unterwäsche sehen, ihre Mitschüler sie sogar auslachen, war für die 15-Jährige einfach unerträglich. Erst viel zu spät vertraute sich Vanessa ihrer Mutter an. Ihr Glück: Die Familie bat Christopher Posch um Hilfe. Für den Familienvater war es ein persönliches Anliegen, Vanessa zu helfen.

Rechtsanwalt Christopher Posch stellte den Mann nicht nur zur Rede. Seine Nachforschungen führten dazu, dass der Täter vor Gericht kam. Und dort kam heraus: Vanessa war nicht sein einziges Opfer. Wie sich Christopher Posch in einer Gesprächsrunde mit jungen Menschen auf den Prozess vorbereitet hat und wie das Urteil ausfiel - das können Sie jetzt im Video ansehen.