Christof Lang: "Obama hat seinen 'Yes-We-Can-Flair' verloren"

RTL-Moderator, Christof Lang, RTL Nachtjournal
Christof Lang wird am Wahltag für das Nachtjournal vor Ort in den USA sein.

Chirstof Lang zur US-Wahl 2012

RTL-Moderatoren nehmen Stellung zur US-Wahl 2012: Nachtjournal-Moderator Christof Lang im Interview.

Frage: Für wie groß halten Sie die Auswirkungen der Wahl in den USA auf unser Leben in Deutschland?

Christof Lang: Die Auswirkungen der US-Wahl auf unser Leben in Deutschland sind eher gering. Barack Obama denkt weltoffener, aber Mitt Romney ist kein Radikaler. Leider hat er die Vertreter der Tea Party in seinen Reihen. Und die sind radikal, weil ihr Denken zumeist an den Grenzen der USA endet.

Frage: An die Präsidentschaft von Obama waren große Hoffnungen und Erwartungen geknüpft. Wie beurteilen Sie die Bilanz des Präsidenten?

Christof Lang: Barack Obamas Bilanz ist gemischt, aber das ist größtenteils nicht seine Schuld. Er wurde vom Kongress immer wieder gebremst, zunächst von der eigenen Partei, dann um so drastischer von den Republikanern. So gelang es ihm nicht einmal, Guantanamo endlich zu schließen. Obamas größtes Problem ist, dass er seinen 'Yes-We-Can-Flair' verloren hat.