Lindner plädiert für regional unterschiedliche Corona-Regeln

Christian Lindner, Fraktionsvorsitzender und Parteivorsitzender der FDP. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild
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26. Mai 2020 - 10:57 Uhr

FDP-Chef Christian Lindner hat sich für ein regional unterschiedliches Vorgehen gegen das Coronavirus ausgesprochen. In einer Region ohne Neuinfektionen müssten andere Regeln gelten als an Orten mit stärkerem Infektionsgeschehen, sagte Lindner am Sonntag bei "Bild Live". Über die Ausgestaltung der Maßnahmen müsse aber unter Einbeziehung von Experten entschieden und sorgfältig diskutiert werden.

Lindner will Corona-Lockerungen in Thüringen nicht kommentieren

Die geplante Lockerung der Corona-Auflagen in Thüringen wollte Lindner vorerst nicht kommentieren, sondern die Diskussion "erstmal unseren Fachpolitikern überlassen".

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) will vom 6. Juni an auf allgemeine, landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften verzichten. Damit würden die bisherigen Regeln zu Mindestabständen, dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie Kontaktbeschränkungen wegfallen. Im Gespräch ist, dass an die Stelle landesweiter Vorgaben lokale Maßnahmen treten, wenn in einer Region eine bestimmte Infektionsrate überschritten wird. Über Ramelows Vorschlag soll das Thüringer Landeskabinett am Dienstag beraten.

Quelle: DPA