14. Juni 2019 - 16:15 Uhr

Der britische Radprofi Chris Froome muss seine Hoffnungen auf einen fünften Sieg bei der Tour de France begraben. Der 34-Jährige stürzte beim Training vor der vierten Etappe der Rundfahrt Criterium Dauphine schwer – und brach sich laut Medienberichten den Oberschenkel.

Mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus

"Es steht fest, dass er bei der Tour nicht starten wird", sagte Teamchef David Brailsford vom Rennstall Ineos dem TV-Sender France 3. Die Tour de France startet in dreieinhalb Wochen (ab 6. Juli).

Sein Sturz ereignete sich bei einer Besichtigungsfahrt vor dem Einzelzeitfahren über 26,1 km, Froome sei bei einer Abfahrt mit 54 km/h gestürzt und gegen eine Wand geprallt. Anschließend sei er mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden. Dort stellten Ärzte die Diagnose.

"Zustand ist sehr, sehr ernst"

"Sie waren sehr schnell unterwegs, es war sehr windig. Er hat sich die Nase geputzt, da hat der Wind sein Vorderrad ergriffen, und er wurde in die Mauer gedrückt", berichtete Brailsford.

Laut Zeugenaussagen erlitt Froome einen offenen Bruch und weitere Verletzungen, auch ein Ellenbogen soll betroffen sein. "Sein Zustand ist sehr, sehr ernst", sagte Brailsford. Froome habe nach dem "schweren Unfall" Probleme beim Sprechen gehabt.

Froome gewann die Frankreich-Rundfahrt 2013, 2015, 2016 und 2016. Froome wollte die achttägige Dauphine-Rundfahrt als Generalprobe für die diesjährige Tour absolvieren.