Chinese stirbt an der Vogelgrippe

12. Februar 2016 - 4:34 Uhr

Zum ersten Mal seit 18 Monaten ist in China ein Mensch an der Vogelgrippe gestorben. Ein 39-jähriger Busfahrer, der sich mit dem H5N1-Virus infiziert hatte, sei am Samstag in einem Krankenhaus in der südchinesischen Stadt Shenzhen gestorben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Chinas Gesundheitsbehörden hatten den Fall erst in der Nacht zum Samstag bekanntgegeben.

In der an Shenzhen grenzenden Hafenstadt Hongkong hatte der Fall große Besorgnis ausgelöst, weil das Virus dort in diesem Monat in einem verendeten Huhn nachgewiesen worden war. Die Behörden hatten daraufhin 17.000 Hühner notschlachten lassen und den Import von lebendem Geflügel aus China verboten.

Der Busfahrer namens Chen sei am frühen Samstagnachmittag an mehrfachem Organversagen verstorben, teilte das Gesundheitsamt der Provinz Guangdong mit. 120 Menschen, die mit dem Busfahrer Kontakt hatten, hätten bislang jedoch keine Symptome gemeldet, hieß es.

Chen war am 21. Dezember mit Fieber ins Krankenhaus eingeliefert worden. In dem Monat vor seiner Infizierung hatte er weder Kontakt mit lebendem Geflügel, noch sei er verreist, berichtete Xinhua weiter. Es war daher unklar, wo er sich angesteckt haben könnte.