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China: Zoobesucher bewerfen Kängurus mit Steinen - ein Tier stirbt

Kängurus im Zoo mit Steinen beworfen
In China haben Zoobesucher Kängurus mit Steinen beworfen - ein Tier wurde so schwer verletzt, dass es starb. (Foto: Motivbild) © picture alliance / NurPhoto, Cris Faga

Sie wollten, dass die Kängurus loshüpfen

Sie wollten die Tiere zum Hüpfen bringen: In einem chinesischen Zoo ist ein Känguru gestorben, weil es mit Steinen beworfen wurde. Den Zoobesuchern war es offenbar zu langweilig, dass die Tiere schlafend in der Sonne lagen, also fingen sie an, Gegenstände ins Gehege zu werfen. Ein zwölf Jahre altes Weibchen wurde so schwer getroffen, dass es ein paar Tage später seinen schweren Verletzungen erlag.

Das Känguru starb an inneren Blutungen

Wann genau sich der Vorfall ereignete, ist nicht ganz klar – laut 'Asia One' am 4. April, 'Asian Correspondent' berichtet, dass das Tier im März beworfen wurde und laut 'Channel NewsAsia' ereignete sich der Angriff schon am 28. Februar. Worin sich aber alle Medienberichte einig sind: Das Känguru starb ein paar Tage später. Die Todesursache ist laut Obduktion eine schwere innere Verletzung an der Niere. Auch der linke Hinterlauf wurde von einem scharfkantigen Stein getroffen und zertrümmert, so dass das Tier eine Menge Blut verlor.

Ob die Personen, die das Känguru regelrecht gesteinigt haben, zur Rechenschaft gezogen werden können, ist unklar. Im Zoo gibt es zwar Überwachungskameras. Diese sind allerdings eher auf die Gehege ausgerichtet und nicht auf die Besucherbereiche. Die Täter wurden daher nicht gefilmt, daher könnte es schwierig werden sie zu finden.

Totes Känguru soll als Mahnung für andere Zoobesucher aufgestellt werden

Der Zoo in der südostchinesischen Stadt Fuzhou will das tote Känguru den Medienberichten zufolge jetzt ausstopfen lassen und als Mahnung für andere Zoobesucher aufstellen. Die Menschen sollen sehen, was es für Konsequenzen haben kann, wenn sie die Tiere mit Gegenständen bewerfen. Die Tiere sind nur in den frühen Morgenstunden und gegen Nachmittag aktiv, den Rest des Tages verbringen sie mit Ruhen, erklärte ein Tierpfleger gegenüber 'Asia One'. Viele Zoobesucher wollten aber sehen, wie die Tiere sich bewegen, darum werden immer wieder Gegenstände ins Kängurugehege geworfen. 

Nur Tage später zeigte sich, dass das anscheinend bitter nötig ist: Zoobesucher warfen schon wieder Gegenstände ins Känguru-Gehege. Dieses Mal traf es ein fünf Jahre altes Männchen, das getroffen wurde. Doch das Tier hatte etwas mehr Glück. Es wurde zwar verletzt, die Tierärzte glauben aber, dass es sich vollständig erholen wird.

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