China: Wieder Selbstverbrennung eines Tibeters

12. Februar 2016 - 4:28 Uhr

Ein weiterer junger Tibeter hat sich aus Protest gegen die chinesische Herrschaft über das tibetische Volk selbst angezündet und umgebracht. Es war die dritte Selbstverbrennung in nur drei Tagen. Exiltibetische Gruppen und Tibetaktivisten berichteten, der 18-jährige Dorjee habe sich in Chara im Kreis Aba in der südwestchinesischen Provinz Sichuan mit Benzin übergossen und in Brand gesetzt. Er sei noch auf der Stelle gestorben.

Vorher sei er noch in ein Büro chinesischer Behörden gegangen und habe Parolen gegen die chinesische Politik in Tibet gerufen, wie der amerikanische Sender Radio Free Asia (RFA) unter Berufung auf exiltibetische Quellen berichtete. Erst am Wochenende hatte sich in Aba eine 32-jährige Tibeterin sowie in der Provinz Gansu eine 19-jährige Schülerin auf diese Weise umgebracht. Seit 2009 wurden 26 Selbstverbrennungen gezählt. 18 Tibeter kamen dabei ums Leben.