China: Kondome gefälscht – Polizei nimmt Gummipiraten hoch

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21. November 2018 - 14:42 Uhr

Kondom: Eine Art Allzweckwaffe der Verhütung

Wer verhütet, denkt sich meistens was dabei: Niemanden schwängern, nicht schwanger werden, Ansteckungsgefahren vermindern oder ausschalten, keine Alimente zahlen müssen etc. das Kondom ist so etwas wie eine Allzweckwaffe. Es hat sich über die Jahre bewährt. So mancher Mann mag Aversionen gegen das Gummi am Ausweis seiner Männlichkeit haben, aber die möglichen Konsequenzen sollte er immer auf dem Schirm haben.

Man muss sich drauf verlassen können

Ein Kondom ist so etwas wie Strom aus der Steckdose. Es soll da sein, wenn man es braucht, und funktionieren. Mann verlässt sich drauf, Frau auch. Es ist nur diese dünne Schicht gefühlsechten Plastiks, das die pure körperliche Freude von möglichen unheilvollen Folgen trennt. Man greift da meist auf Markenware zurück, die sich über Generationen hinweg bewährt hat.

Doch zumindest in China, dem Mekka der Produktpiraterie, ist da Vorsicht angesagt: Gerade hat die chinesische Polizei eine "Gummi-Gang" hochgenommen, die in großem Stil gefälschte Markenkondome (unter anderem Durex) in Umlauf gebracht hat. Über eine halbe Million Packungen im Wert von über sechs Millionen Euro wurden beschlagnahmt, 17 Personen wurden verhaftet.

Erbärmliche Hygienezustände

In den durchsuchten Gebäuden, in denen die Präservative zum Teil hergestellt wurden, herrschten laut Polizei hygienisch mangelhafte Zustände. Chen He, Produktmanager der chinesischen Kondommarke Daxiang, sagte von den gefälschten Kondomen gehe eine hohe Gesundheitsgefahr aus. Manche seien nur leicht recycelte bereits benutze Kondome. Sie kosten erheblich weniger als die Originale und finden sich in chinesischen Hotels, Drogerien und Bars. Kondome gehören zu den am meisten kopierten Produkten in China.

Ob nun vergiftetes Plastikspielzeug oder Kondome – die Lust an der Produktpiraterie kann einem schon jeglichen Spaß verderben.