China: Feuer in Altenheim tötet mindestens 38 Menschen

27. Mai 2015 - 10:18 Uhr

Zahl der Opfer könnte weiter steigen

Bei einem Brand in einem Altenheim in Zentralchina sind mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Nach offiziellen Angaben wurden bei dem Feuer im Kreis Lushan nahe Pingdingshan (Provinz Henan) sechs weitere verletzt, davon zwei schwer. Verärgerte Familien warfen den Behörden vor, das wahre Ausmaß des Unglücks zu vertuschen.

Rund zehn der leicht gebauten Unterkünfte brannten nach Angaben von Staatsmedien völlig aus. Übrig blieben nur verkohlte, eingestürzte Metallkonstruktionen. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping ordnete eine «eingehende Untersuchung» und eine landesweite Sicherheitskampagne an.

Auch Chen Ziyuan, dessen 78-jährige Mutter getötet wurde, schätzte die Opferzahl höher ein. "Das Feuer passierte in der hinteren Reihe, wo es sieben bis acht Räume mit jeweils etwa einem Dutzend Menschen gab." Etwa 160 Menschen hätten in dem Kangleyuan genannten, privat geführten Altenheim gelebt. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete hingegen, in dem abgebrannten hinteren Teil hätten nur 51 besonders pflegebedürftige Senioren gelebt.

Angehörige und die Nachrichtenagentur China News Service berichteten, dass der Brand vermutlich von elektrischen Kabeln ausgelöst worden sei. Es wurden auch Vorwürfe wegen der Fertigbauweise der schlichten Unterkünfte erhoben, die leicht brennbare Isolationsmaterialien in den Wänden gehabt hätten.