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Chico ist tot: Veterinäramt Hannover hat den Kampfhund nun doch eingeschläfert

Er war unberechenbar: Kampfhund Chico eingeschläfert
Er war unberechenbar: Kampfhund Chico eingeschläfert Kieferverletzung hätte Operationen nötig gemacht 00:26

Chico biss seine Besitzerin und ihren Sohn tot

Am Ende musste Chico doch sterben. Tierschützer hatten alles versucht, um den Hund zu retten. Der Hund hatte seine Besitzerin (52) und deren 27-jährigen Sohn totgebissen. Der Fall hatte für viel Aufsehen und Diskussionen gesorgt. Ein Expertenteam fällte die endgültige Entscheidung, den Staffordshire-Terrier-Mischling einzuschläfern. Damit sollten dem Hund viele komplizierte Operationen und ein Leben in Einsamkeit erspart werden.

Tierschützer wollten Hund Chico retten

Tierschützer wollten das Tier retten und es in einem speziellen Tierheim unterbringen. Die Veterinärbehörde der Stadt Hannover entschied nun doch anders. Die Behörde hatte sich mit Experten der Tiermedizinischen Hochschule, des Tierheims und des Landwirtschaftsministeriums Niedersachsen beraten.

Chico hatte eine sehr schmerzhafte Kieferverletzung, die er sich wahrscheinlich in der Zeit um die Beißattacke herum zugezogen hat. Weil die Verletzung so schwer war, wurde der Hund noch während der Narkose eingeschläfert. Um dem Hund zu helfen, wären mehrere Operationen notwendig gewesen. Doch weil das Tier unter starken Schmerzen litt, sei es unberechenbar gewesen.

Chico hätte völlig isoliert leben müssen

Tausende Menschen in Deutschland nahmen Anteil am Schicksal des Hundes, der seine Halterin im Rollstuhl und ihren kleinwüchsigen Sohn totgebissen hatte. Fast 290.000 Menschen beteiligten sich an einer Online-Petition. "Bitte lasst Chico leben! Er hatte nie ein gutes Hundeleben!", hieß es darin. Die Besitzer hatten den Hund die meiste Zeit in einem Zwinger eingesperrt gehalten.

Weil der Hund nicht sozialisiert genug war, hätte er nicht zusammen mit anderen Hunden untergebracht werden können. Aufgrund seines aggressiven Verhaltens wäre also nur eine isolierte Unterbringung des Tieres möglich gewesen. Weder Menschen noch andere Tiere wären als Sozialpartner für Chico infrage gekommen.

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