Charlize Theron: Männer, hört auf zu jammern!

Charlize Theron ist überzeugt davon, dass die MeToo-Bewegung Männern nicht schadet
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16. Januar 2020 - 14:48 Uhr

Ist die MeToo-Bewegung zu weit gegangen? Keinesfalls, findet Schauspielerin Charlize Theron.

Charlize Theron (44) ist eine der bekanntesten Gesichter Hollywoods. Die Schauspielerin ist zurzeit im Film 'Bombshell' zu sehen, in dem es um Anschuldigungen sexueller Übergriffe gegen den mittlerweile verstorbenen Roger Ailes (†77) geht, seines Zeichens Chef des konservativen Nachrichtensenders Fox News.

Auch Charlize Theron wurde Opfer von Übergriffen

Darin spielt Charlize die Journalistin Megyn Kelly, eine der Frauen, die den Nachrichten-Mann anklagen. Der Film scheint gerade zum richtigen Zeitpunkt in die Kinos zu kommen, denn erst letzte Woche startete der Prozess gegen den Filmmogul Harvey Weinstein (67) wegen ähnlicher Vergehen. Das Timing sei allerdings wirklich Zufall, wie Charlize Theron der BBC verriet, denn die Produktion des Films startete bereits Monate, bevor die Anschuldigungen gegen Weinstein bekannt wurden. Die gebürtige Südafrikanerin ist selbst im Laufe ihrer Karriere Opfer diverser Übergriffe geworden und kann es nicht mehr hören, wenn sich Männer jetzt beschweren, dass das Pendel mit der MeToo-Bewegung zu weit in die andere Richtung ausgeschlagen ist.

"Frauen mussten es ihr Leben lang durchmachen"

"Ich erinnere mich, wie ich in der Maske saß und hörte, wie männliche Schauspieler negativ über die Bewegung redeten. Sie halten es für gefährlich und glauben, dass es Männer ausschließt und zu weit geht. Es hat mich wütend gemacht." Sie hätten wirklich nicht verstanden, was Frauen oft ihr ganzes Leben lang durchmachen mussten. "Es ist Frauen jahrein, jahraus am Arbeitsplatz passiert, da mal ein wenig weiter in die andere Richtung zu gehen ist ja wohl das Mindeste, was man machen kann." 'Bombshell' mit Charlize Theron läuft seit dieser Woche in den deutschen Kinos.

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