Über 500 Flüge fallen aus

Chaos an Flughäfen Köln, Düsseldorf und Stuttgart: Sicherheitspersonal streikt

10. Januar 2019 - 8:05 Uhr

Streik soll den ganzen Tag dauern

Wer heute von Köln/Bonn, Düsseldorf oder Stuttgart fliegen will, hat schlechte Karten. Das Sicherheitspersonal der Flughäfen streikt, hunderte Flüge wurden bereits gestrichen - und der Streik soll den ganzen Tag dauern. Über 110.000 Passagiere könnten betroffen sein. Mit dem Streik kämpfen die Mitarbeiter für besserer und einheitlicher Lohn.

Über 110.00 Passagiere könnten betroffen sein

In Stuttgart wurden 125 der 270 Starts und Landungen gestrichen, in Düsseldorf sogar rund 350 von 570. Auch in Köln/Bonn sollten 130 von knapp 200 Flügen ausfallen. Normalerweise fliegen an diesen Flughäfen 110.000 Passagiere am Tag ab. Auch andere Städte sind betroffen, wenn von dort aus Flüge zu den bestreikten Flughäfen starten sollten.

In Köln/Bonn kam es bereits in der Nacht zu Chaos, da der Flughafen vor allem für Frachtverkehr in der Nacht wichtig ist. Was Fluggäste tun können, wenn ihr Flug Verspätung hat oder ganz ausfällt, lesen Sie hier.

Streiks sollen besseren Lohn bringen

Der Flughafen Köln/Bonn informiert auf seiner Webseite über die Streiks, Terminal 2 bleibt laut Mitteilung heute ganz geschlossen. Zudem komme es an der Passagier- und Gepäckabwicklung zu verzögerungen. Fluggäste werden gebeten, sich bei ihren Airlines über den Status ihrer Flüge zu erkundigen.

Anfang der Woche hatte bereits das Sicherheitpersonal an den beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld gestreikt. Dort dauerte der Streik allerdings nur ein paar Stunden - rund acht Prozent der Flüge fielen aus. Die Gewerkschaft ver.di, die zu den Streiks aufgerufen hatte, will eine einheitliche Bezahlung des Sicherheitspersonals in ganz Deutschland erreichen. Zur Zeit gibt es große regionale Unterschiede. Mit den Streiks soll eine flächendeckende Bezahlung von 20 Euro pro Stunde erreicht werden.