Ein besonderes Champions-League-Duell

Tuchel trifft auf Ex-Verein: Borussia Dortmund vs. Paris St.-Germain

Thomas Tuchel bei Paris St.-Germain
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18. Februar 2020 - 8:53 Uhr

Thomas Tuchel trifft auf seinen Ex-Verein

Es ist endlich wieder so weit: Die Champions League meldet sich aus der Winterpause zurück. Borussia Dortmund empfängt zum Achtelfinal-Auftakt den französischen Meister Paris St.-Germain. Eine Begegnung, die sportlich viel verspricht. Auch neben dem Platz birgt die Partie viel Brisanz. Nach der Trennung im Jahr 2017 trifft PSG-Trainer Thomas Tuchel erstmals auf seinen Ex-Verein.

RTL-Reporter Ulrich Klose berichtet aus Dortmund

Das 4:0 gegen Eintracht Frankfurt lässt die BVB-Fans hoffen. Nach der Pleite gegen Bayer Leverkusen und dem Pokal-Aus bei Werder Bremen hat der BVB zurück zu alter Stärke gefunden, gerade wenn die Abwehr fehlerfrei funktioniert. Mats Hummels sagte nach dem Freitagsspiel bei DAZN: "Das war ein zu null der Abwehr, sondern ein zu null der Mannschaft, weil wir gute Arbeit geliefert haben." Doch klar ist: Frankfurt ist nicht mit dem französischen Meister Paris St. Germain gleichzusetzen. Hinzu kommt, dass die Dortmunder auf die verletzten Spieler Julian Brandt (Sprungelenk) und Marco Reus (Muskelverletzung) verzichten müssen.

PSG: Der Druck ist hoch und die Nerven sind angespannt

PSG steht für Offensivpower: Allein die Namen Kylian Mbappé, Angel di Maria und Neymar sprechen für sich. Es sind Ballkünstler, die jeder Abwehr Sorgen bereiten. Zudem sind die Franzosen besonders heiß auf das Viertelfinale. Denn in den letzten drei Jahren hieß es schon im Achtelfinale: Endstation in der Champions League. Der Druck ist hoch und die Nerven sind angespannt. Womöglich äußerte sich Tuchel auch deswegen gereizt in den französischen Medien. Am Wochenende lag PSG gegen den Tabellenvorletzten SC Amiens 0:3 zurück und rettete sich zum Schluss zu einem 4:4. Dem PSG-Trainer platze der Kragen, nachdem ein Journalist ihn in der Pressekonferenz auf die schwache Leistung seiner Mannschaft ansprach.

"Dieses Spiel ist keine Bühne, um irgendetwas aufzuarbeiten"

Man könne meinen, dass Duell sei sicherlich nicht nur wegen der sportlichen Situation ein besonderes für Tuchel. Trotz Gewinn des DFB-Pokals verließ Tuchel 2017 den Club. Grund für die Trennung sollen das angespannte Verhältnis zwischen ihm und den BVB-Bossen Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc gewesen sein.

Doch schon vor dem Spiel will Tuchel Wind aus den Segeln nehmen: "Dieses Spiel ist keine Bühne, um irgendetwas aufzuarbeiten. Die Dinge sind aufgearbeitet und verarbeitet für mich", sagte er der "Welt am Sonntag" über das Wiedersehen. Und auch BVB-Spieler Dan-Axel Zagadou begegnet seinem Ex-Verein: Bevor er im Sommer 2017 zum BVB wechselte, durchlief der junge Franzose die Jugendstationen bei Paris St.-Germain.

Die deutschen Nationalspieler wollen wieder angreifen

Mit Thilo Kehrer und Julian Draxler stehen neben dem deutschen Trainer auch zwei deutsche Nationalspieler im PSG-Kader. Der 23-jährige Kehrer traf zuletzt beim Ligaspiel gegen FC Nantes Anfang Februar. Erst Mitte Dezember kehrte der Abwehrspieler zurück, nachdem er wegen einer Fußverletzung vier Monate gefehlt hatte. Auch Draxler will jetzt wieder voll angreifen, auch er war verletzungsbedingt von August bis Oktober ausgefallen. Wie der "kicker" berichtet, hatte Hertha BSC unter Kurzzeit-Trainer Jürgen Klinsmann im Winter Interesse an Draxler.