Champions-League-Quali

Elfer-Krimi wird zur Schlammschlacht

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16. August 2019 - 11:30 Uhr

Marko Marin siegt mit Belgrad

Am vergangenen Wochenende hat der DFB-Pokal verdeutlicht: Ein Elferschießen kann ganz schnell eine Entscheidung bringen (Hamburg und Köln siegten souverän). Dass es auch anders geht, zeigte die Partie in der CL-Quali zwischen dem FC Kopenhagen und Roter Stern Belgrad. 22 Elfmeter benötigen die Clubs - der Rasen rund um den Punkt glich dabei einem umgeflügten Acker.

Schlammloch-Schießen

Elfmeterschießen in Kopenhagen
Wo is' er? Da is' er!
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Wie das Hinspiel endete auch die Partie in Kopenhagen 1:1. Es folgte die denkwürdige Elfer-Schlammschlacht von Kopenhagen.

Als erster Profi der Serben trat Ex-Nationalspieler Marko Marin an und ballerte den Ball an die Latte. Danach versemmelten weitere Spieler. Nach den regulären fünf Schützen stand es 3:3-Unentschieden.

Auch in der Verlängerung folgten vier Fehlschüsse in Folge. Kurios: Der Elfmeterpunkt war inzwischen dermaßen lädiert, dass er quasi nicht mehr zu sehen war. Referee Mazeika Gediminas musste genau hinschauen.

22 Schützen, neun Fehlschüsse, ein Sieger

Die Entscheidung fiel erst nach 22 Schützen. Radanaov Pankov traf zunächst für Roter Stern. Dann die Heldengeschichte: Belgrads Keeper Milan Borjan, der selbst zuvor schon getroffen hatte, hielt den Schuss von Jonas Older Wind. Die Entscheidung nach neun Fehlschüssen!

Belgrad gewinnt schlussendlich mit 7:6 im Elfmeterschießen. In der kommenden Play-off-Runde für die Champions League spielt das Team um Marin nun gegen die Young Boys Bern - in Sachen Elferschießen sind die Serben nun sicherlich gewappnet.