Ronaldo-Doppelpack reicht Juventus Turin nicht

Champions League: Manchester City schmeißt Real Madrid raus

Manchester City macht dank des Treffers von Gabriel Jesus den Einzug ins Viertelfinale perfekt.
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07. August 2020 - 23:08 Uhr

Olympique Lyon bucht Viertelfinal-Ticket

Für den frisch gebackenen spanischen Meister Real Madrid ist die Champions-League-Saison vorbei, Manchester City schmeißt die Königlichen um Toni Kroos raus - und der überragende Superstar Cristiano Ronaldo erlebt eine seiner bittersten Europapokal-Nächte. Nach 148 Tagen Corona-Pause haben City und trotz einer Ronaldo-Gala auch Olympique Lyon das Finalturnier der Königsklasse in Lissabon erreicht.

Sterling und Jesus schießen City weiter

Ilkay Gündogan steht mit Manchester City im Viertelfinale der Champions League.
Ilkay Gündogan steht mit Manchester City im Viertelfinale der Champions League.
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Nationalspieler Gündogan entschied im Gigantengipfel zwischen ManCity und Real Madrid das packende deutsche Duell mit dem 2014er-Weltmeister Kroos für sich. Ein 2:1 (1:1) führte die Mannschaft von Teammanager Pep Guardiola ins Viertelfinale am 15. August gegen Lyon. Die Franzosen retteten nach ihrem 1:0-Hinspielsieg ein 1:2 (1:1) bei Juventus Turin ins Ziel.

Real wollte es nach der 1:2-Niederlage zu Hause im Hinspiel zunächst ganz ruhig angehen, doch dieser Ansatz war im leeren Etihad Stadium nach einem fatalen Ballverlust von Weltmeister Raphael Varane im eigenen Strafraum früh gescheitert. Raheem Sterling schob zum 1:0 für City ein und erzielte damit das erste Champions-League-Tor seit dem 11. März. Der gesperrte Kapitän Sergio Ramos fehlte Madrid als Stabilisator enorm.

ManCity, das vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS unter fragwürdigen Umständen die Aufhebung seiner Europapokalsperre erreicht hat, mühte sich mit der Führung im Rücken seinerseits um Kontrolle und beschäftigte den Gegner mit Pressing - doch alle Abwehrspieler verloren im Strafraum vor dem Ausgleich Karim Benzema (28.) aus den Augen. Einen zweiten bitteren Fehler des bemitleidenswerten Varane nutzte Gabriel Jesus (68.). Gündogan und der Real-Taktgeber Kroos kamen sich im Mittelfeld gelegentlich ins Gehege, beide blieben zumeist unauffällig.

Deutscher Schiri spielt eine Hauptrolle im Rückspiel

Sport Bilder des Tages Cristiano Ronaldo of Juventus looks dejected during the Champions League round of 16 second leg football match between Juventus FC and Lyon at Juventus stadium in Turin Italy, August 7th, 2020. Photo Federico Tardito / Insidefo
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Ronaldos Traum vom Triumph mit Turin bleibt unerfüllt. Neben dem Doppeltorschützen spielte am Freitagabend der deutsche Schiedsrichter Felix Zwayer die Hauptrolle: Zwei äußerst zweifelhafte Elfmeterpfiffe prägten die erste Spielhälfte. Lyons Memphis Depay (12., Foulelfmeter) und Ronaldo (43., Handelfmeter) nutzten die Chancen vom Punkt. Der Portugiese (60.) sorgte mit einem ansatzlosen Linksschuss aus der Distanz für den Sieg, zum Weiterkommen fehlte aber ein weiterer Treffer.

Juventus, das 2019 im Viertelfinale an Ajax Amsterdam gescheitert war, begann dominant, der Strafstoß veränderte aber das Spiel zunächst. Turins Rodrigo Betancur hatte gegen Houssem Aouar regelkonform geklärt, Zwayer entschied trotz Ansicht der Videobilder auf Elfmeter - er ahndete wohl eine leichten Kontakt zwischen Federico Bernardeschi und Aouar.

Turin wirkte in der Folge fahrig. Ein sehenswertes Solo Bernardeschis gegen fünf Gegenspieler vergab dieser am Ende ebenso sehenswert aus kurzer Distanz (20.), es blieb eine der wenigen Chancen. Dann ahndete Zwayer ein vermeintliches Handspiel Depays im Strafraum, der Arm des Niederländers war dabei angelegt. Ronaldos Führungstreffer setzte dann Kräfte frei, die Gastgeber waren in der zweiten Hälfte das bessere Team.

Quelle: RTL.de/sid