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Champions League: Liverpool und Jürgen Klopp nach Torgala gegen Rom auf Finalkurs

24th April 2018, Anfield, Liverpool, England; UEFA Champions League football, semi final, 1st leg, Liverpool versus AS Roma; Mohamed Salah of Liverpool beats Alisson Becker, Roma goalkeeper, to score his second goal of the match PUBLICATIONxINxGERxSU
Liverpool-Star Mohamed Salah schenkte dem AS Rom im Halbfinal-Hinspiel der Champions League zwei Treffer ein. © imago/Action Plus, David Blunsden, imago sportfotodienst

Salah trifft Roma ins Herz

Jürgen Klopps Liverpool-Express rauscht mit Volldampf Richtung Kiew! Im Halbfinal-Hinspiel der Champions League fegten die 'Reds' den AS Rom mit unwiderstehlichem Vollgaß-Fußball vom Platz und stehen nach einem 5:2-Triumph mit einem Bein im Endspiel Ende Mai in der ukrainischen Hauptstadt. Mann des Abends: Liverpools Stürmerstar Mohamed Salah, der seinem Ex-Club mit zwei Zuckertoren in Halbzeit 1 mitten ins Herz traf. 

Liverpool zündet den Offensiv-Turbo

"Wir haben den Gegner wirklich beherrscht. Es war ein geiles Spiel. Die Jungs vorne waren nicht zu verteidigen. Wahnsinn. Überragend. Das ist ein fantastisches Ergebnis", jubilierte Klopp nach 90 verrückten Minuten bei Sky. Einzig zwei späte Gegentore nervten den Teammanager der Engländer. "Leider haben wir uns noch zwei Brocken in den Weg gelegt."  

Das Spiel hatte verhalten begonnen, Rom hielt zunächst gut mit. Taktisch diszipliniert und gut organisiert, hielt der Barcelona-Schreck die Kloppsche Offensiv-Maschinerie im Zaum. Nach einer guten halben Stunde zündete Liverpool aber den Turbo, überrollte die Römer mit blitzartigen Attacken.

Nach mehreren vergebenen Hochkarätern zirkelte Salah die Murmel mit seinem linken Zauberfüßchen traumhaft in den Giebel (36.) und ließ die Anfield Road beben. Kurz vor dem Pausenpfiff legte der Ägypter - im Sommer für 42 Millionen Euro von Rom nach Liverpool gewechselt - mit seinem zehnten Champions-League-Treffer nach. Die sonst so stolzen Römer schlichen gesenkten Hauptes über den vom englischen Regen durchweichten Rasen. 

Späte Gegentore stören Klopp-Party

Die Liverpool-Gala ging in Hälfte 2 nahtlos weiter. Sadio Mane (56.) und der ehemalige Hoffenheimer Firmino (62./69.) schenkten den völlig überforderten Italienern lustvoll drei weitere Buden ein. Die Sache schien komplett geritzt, ehe sich Rom völlig unerwartet fing. Edin Dzeko (81.) entfachte mit seinem zunächst als Ehrentreffer verlachten 'Anschluss' nochmal ein Lüftchen Hoffnung, ehe Diego Perotti die Klopp-Party mit einem verwandelten Handelfmeter (85.) tatsächlich noch dämpfte. 

"Vor dem Spiel hätten wir das Ergebnis genommen. Jetzt fällt es schwer, sich darüber zu freuen. Es ist ein gutes Ergebnis, aber es ist ein Beigeschmack", grantelte Liverpools deutscher Torwart Loris Karius: "Rom ist heimstark und wird nochmal alles probieren." Zur Erinnerung: Im Viertelfinale hatte Rom das Hinspiel beim FC Barcelona mit 1:4 verloren, die Katalanen im heimischen Olympiastadion dann aber mit 3:0 vermöbelt.

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