Champions League: Juventus Turin haut Tottenham raus

Gonzalo Higuain netzte gegen Tottenham erst zum 1:1 ein, wenig später bereitete er das entscheidende 2:1 der 'Alten Dame' vor.
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07. März 2018 - 23:16 Uhr

'Alte Dame' schockt Tottenham

Juventus Turin hat Tottenham Hotspur in unnachahmlicher Weise aus der Champions League gekegelt. Der Vorjahresfinalist siegte in London 2:1 (Hin: 2:2) und steht im Viertelfinale.

Higuain netzt ein und legt auf

Mehr als eine Stunde sah die 'Alte Dame' nach der Führung der Hausherren durch Heung-Min Son (39.) wie eine sichere Verliererin aus. Die 'Spurs' waren klar überlegen, 12:2 Torschüsse allein in der 1. Hälfte sprachen eine klare Sprache.

Doch binnen drei Minuten schlug die abgezockte Juve-Truppe wie aus dem Nichts zweimal eiskalt zu. Erst glich Torjäger Higuain nach einer Kopfball-Vorlage von Sami Khedira aus (64.). Dann legte der Argentinier seinem Landsmann Paulo Dybala den Ball mustergültig in den Lauf. Dybala lief allein auf Tottenham-Keeper Hugo Llloris zu und schraubte die Murmel schnörkelos in den Giebel (67.). Fußball verrückt!

Die 'Spurs' wirkten paralysiert, fingen sich aber und starteten eine Schluss-Offensive. Fast retteten sich die Londoner noch in die Verlängerung, Harry Kane (90.) traf aber nur den Pfosten.

Khedira: "Man muss bis zur letzten Sekunde fighten"

"Wir haben immer an uns geglaubt, haben nie die Geduld verloren. Ich bin mit dem Ergebnis und unserer Mentalität sehr zufrieden. In der Champions League muss man bis zur letzten Sekunde fighten", sagte Nationalspieler Khedira nach dem Triumph der 'Bianconeri'. "Jetzt freuen wir uns aufs Viertelfinale. Das Ziel bleibt das Endspiel in Kiew."

City trotz peinlicher Leistung weiter

In der Runde der letzten Acht steht auch Manchester City. Trotz einer unterirdischen Leistung gegen den FC Basel. Das Team von Pep Guardiola verlor zuhause gegen die Schweizer 1:2, das Weiterkommen der 'Citizens' stand wegen des 4:0-Triumphs im Hinspiel trotzdem nie zur Disposition.

Bei Manchesters B-Elf kam trotz der frühen Führung von Gabriel Jesus (8.) nie Spielfreude auf. Die motivierten Basler bestraften den arrogant-pomadigen Fußball des Millionen-Ensembles mit zwei Toren und siegten völlig verdient.

Ilkay Gündogan wurde in der 66. Minute ausgewechselt, Nationalmannschafts-Kollege Leroy Sane brachte - von einer ansprechenden Anfangsphase abgesehen - wenig zustande.