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Champions League - Hoffen aufs Halbfinale: Warum Borussia Dortmund gegen Manchester City noch das Wunder schafft

Nach dem starken 1:2 im Hinspiel

Warum der BVB im Gegensatz zum FC Bayern das Champions-League-Wunder packt

MANCHESTER, ENGLAND - APRIL 06: Erling Haaland of Borussia Dortmund battles with Gabriel Jesus (L) and Ilkay Guendogan (R) of Manchester City as they wait for the ball during the UEFA Champions League Quarter Final match between Manchester City and B
Manchester City v Borussia Dortmund.
CI / JP, Getty Images, Bongarts

Ähnliche Ausgangssituation wie die Bayern

Die Sensation von Paris blieb aus: Am Dienstag ist der FC Bayern München nur knapp an Paris St. Germain gescheitert , das 1:0 in der französischen Hauptstadt reichte nach der 2:3-Hinspielniederlage im Viertelfinale der Champions League nicht. Auch Borussia Dortmund steht vor dem Aus. Doch nach dem 1:2 in der ersten Partie gegen Manchester City gibt es Hoffnung – und für die sorgt auch der Gegner und sein Star-Trainer Pep Guardiola.

Mutmacher Guardiola

Dass Pep Guardiola zu den besten Trainern der Welt gehört, ist unumstritten. Aber wenn es um die Wurst geht, will der 50-Jährige aus etwas Besonderem etwas Phänomenales machen. Marcel Reif, der ehemalige Kommentator, fasste es im „Doppelpass“ gut zusammen: „Es ist Guariola – wenn der wieder anfängt Schach zu spielen im Kopf gegen sich selber. Und so lange ich weiß, dass der weiß, dass, aber ich weiß, dass der das weiß und dann nochmal ...“ Dann? Ja, dann hat der BVB tatsächlich gute Chancen, trotz der 1:2-Pleite vergangene Woche gegen City noch ins Halbfinale einzuziehen.

Hoffnung bringt auch der Blick ins Vorjahr. In der vergangenen Saison scheiterten die Citizens überraschend im Viertelfinale an Olympique Lyon. Ein Grund: Guardiola stellte plötzlich eine Dreierkette auf, vorher spielte City 20-mal in Folge in einem System mit Viererkette. Die beiden Jahren zuvor scheiterte er mit Manchester ebenfalls im Viertelfinale an Tottenham und Liverpool, 2017 sogar im Achtelfinale an der AS Monaco. Und mit den Bayern gab es dreimal das Aus im Halbfinale. Besonders schmerzhaft waren das 0:4 2014 gegen Real Madrid und das 0:3 2015 gegen den FC Barcelona, als Guardiolas taktische Kniffe total in die Hose gingen.

VIDEO: BVB-Coach glaubt an die Sieg-Chance

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Starkmacher Terzic

Wenn sich Guardiola also wieder etwas ganz Neues einfallen lässt, ist das die große Chance für den BVB. Schon im Hinspiel waren die Westfalen nah dran, das 1:2 erzielte ManCity erst kurz vor Schluss, Dortmund konnte über die gesamte Partie mithalten. Mut macht also nicht nur Guardiolas Königsklassen-Scheitern in den vergangenen Jahren, sondern auch die eigene schwarz-gelbe Stärke.

„Wir können die vielleicht beste Mannschaft der Welt eliminieren“, gibt sich BVB-Trainer Edin Terzic optimistisch. Der 38-Jährige versuchte es im Hinspiel mit einem besonderen Kniff, ermöglichte dem Top-Talent Ansgar Knauff sein Startelf-Debüt. Für den 19-Jährigen kam die Gelegenheit vielleicht etwas früh, wenige Tage später bei seinem Siegtor gegen den VfB Stuttgart (3:2) zeigte er jedoch, was er drauf hat und könnte auch gegen die Citizens (wahrscheinlich wieder als Joker) glänzen.

VIDEO - Guardiola: "Wir ruhen uns nicht auf dem Hinspiel aus"

Angstmacher Haaland

In erster Linie ist aber Erling Haaland der große Hoffnungsträger der Dortmunder. In dieser Champions-League-Saison traf der „Torweger“ in sieben Einsätzen zehnmal, weitere Buden könnten für seinen Club Gold wert sein, der Einzug ins Halbfinale würde zwölf Millionen Euro in die Vereinskasse spülen.

„Erling war immer der, der dem Gegner am meisten Angst gemacht hat und Spieler bindet. Natürlich wünschen wir uns, dass er trifft, aber das andere ist genauso wichtig“, sagt Terzic.

Angstmacher Haaland, Starkmacher Terzic, Mutmacher Guardiola – drei Gründe, warum der BVB im Gegensatz zu den Bayern das Wunder packt.