Champions League: BVB und Bayern vor dem Weiterkommen - Schalke und Hoffenheim unter Druck

War bei der 4:0-Gala gegen Atletico Madrid bärenstark: Axel Witsel
War bei der 4:0-Gala gegen Atletico Madrid bärenstark: Axel Witsel
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06. November 2018 - 9:42 Uhr

Die Ausgangslage der deutschen Clubs vor dem 4. Champions-League-Spieltag

Es ist wieder soweit: Champions-League-Woche! Die vier deutschen Teams kämpfen um das Weiterkommen. Während es für Borussia Dortmund und die Bayern gut aussieht, stehen Schalke 04 und vor allem 1899 Hoffenheim mächtig unter Druck. Wer muss wie spielen? Wir haben einen genauen Blick auf die Situation in den einzelnen Gruppen geworfen.

Borussia Dortmund kann den Gruppensieg klar machen

Borussia Dortmund verzaubert aktuell nicht nur die eigenen Fans. Unter Lucien Favre zeigt der BVB wieder spektakulären Offensiv-Fußball, der stark an die Meisterjahre mit Jürgen Klopp (2010/11 & 2011/12) erinnert. In der Bundesliga thronen die Dortmunder souverän an der Tabellenspitze. Und auch in der Champions League trumpfen die Schwarz-Gelben groß auf. Nach der 4:0-Gala gegen Atletico Madrid titelte etwa die spanische Sportzeitung "as": "Atletico ist gegen eine gelbe Wand geknallt. (...) Verprügelt von einem Zyklon namens Dortmund."

Auch in der europäischen Königsklasse sind die Borussen oben auf: Mit 9 Punkten und 8:0 Toren führt Dortmund die Gruppe A vor den Madrilenen (6), der AS Monaco (1) und dem FC Brügge (1) an. Vor dem 4. Spieltag ist die Situation für den BVB klar: Bei einem Sieg über die "Rojiblancos" am Dienstag (21 Uhr, DAZN) stünden Reus & Co. schon vorzeitig im Achtelfinale. Doch nicht nur das: Da bei Punktgleichheit der direkte Vergleich zählt, hätte das Favre-Team bei einem Sieg in Madrid auch den Gruppensieg frühzeitig in der Tasche. Für ein Überwintern in der Champions League reicht dem BVB schon ein Punkt.

Schalke kann großen Schritt Richtung Achtelfinale machen

Für den FC Schalke 04 ist die Konstellation weniger rosig. Mit je einem Sieg im DFB-Pokal und in der Bundesliga stimmten zuletzt aber immerhin die Ergebnisse. In der Königsklasse ist für "Königsblau" noch alles offen. Am letzten Spieltag verpasste das Team von Trainer Domenico Tedesco beim 0:0 in Istanbul trotz drückender Überlegenheit den Sieg. Dennoch steht der Ruhrpott-Club mit fünf Punkten nach drei Spieltagen ordentlich da und belegt hinter dem FC Porto (7) und vor Galatasary (4) und Lokomotive Moskau (0) in Gruppe D Platz 2. Am Dienstag empfängt Schalke den türkischen Spitzenverein (21 Uhr, Sky) zum Rückspiel. Bei einem Sieg würden die "Knappen" den Vorsprung vor Galatasary ausbauen und einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale machen.

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Über die Champions League aus der Bayern-Krise?

UEFA Champions League OAKA Olympiastadion Athen Gruppenphase - Gruppe E AEK Athen - FC Bayern München Torjubel der Spieler von München, v.li.: Mats Hummels, Serge Gnabry und Arjen Robben CHAMPIONS LEAGUE / AEK Athen-Bayern München PUBLICATIONxNOTxINx
Ein Schritt aus der Krise? Serge Gnabry will auch gegen Athen an seine guten Leistungen anknüpfen
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Wo soll man beim FC Bayern anfangen – Irre PK der Bosse, Super-League, Rödinghausen, Freiburg oder vielleicht doch bei Instagram-Posts von Spielerfrauen? Niko Kovac und seine Mannschaft brauchen einen Sieg, ganz dringend und ganz schnell. Die nächste Möglichkeit bietet sich im Champions-League-Spiel gegen AEK Athen am Mittwochabend (21 Uhr, Sky). Das Hinspiel in Griechenland gewann die Kovac-Truppe mit 2:0.

EIn Sieg würde etwas Ruhe bringen und einen großen Schritt Richtung Achtelfinale bedeuten. Mehr noch: Ein überzeugender Sieg und das zuletzt angekratzte Selbstvertrauen wäre rechtzeitig vor dem deutschen "Clasico" gegen Borussia Dortmund am Samstag gestärkt. Momentan teilen sich die Bayern (7) den 1. Platz in Gruppe E mit Ajax Amsterdam (7), Athen (0) steht auf Platz 4. Siegen die Münchner und gibt Ajax Schützenhilfe in der Partie bei Benfica Lissabon (3), ist das Achtelfinalticket gelöst und ein kleiner Schritt aus der Bayern-Krise getan.

Hoffenheim mit dem Rücken zur Wand

v.li.: Nico Schulz (Hoffenheim, 16), Julian Nagelsmann (Trainer, Cheftrainer, Hoffenheim), nach dem Schlusspfiff, Fussball, UEFA Champions League, TSG 1899 Hoffenheim - Olympique Lyon, *** Nico Schulz Hoffenheim 16 Julian Nagelsmann Head coach Hoffen
Bangen bei der TSG: Trainer Julian Nagelsmann im Gespräch mit Nico Schulz
© imago/foto2press, Oliver Zimmermann, imago sportfotodienst

Ganz anders sieht die Situation bei 1899 Hoffenheim aus. Denn die TSG braucht ein wahres Wunder in der Champions League. Für die Truppe von Coach Julian Nagelsmann geht es nach Frankreich zu Olympique Lyon (5) (21 Uhr, DAZN). Mit nur zwei Punkten aus drei Spielen und abgeschlagen auf Platz 3, ist ein Sieg Pflicht! Dabei gilt es vor allem, die Chancenverwertung im Vergleich zum Hinspiel (Ergebnis: 3:3) deutlich zu verbessern. Klingt bei drei geschossenen Toren absurd, doch wenn man sich drei Gegentore fängt, muss man eben auch mehr Tore schießen - was bei einem Torschussverhältnis von 26:12 Torschüssen im Hinspiel durchaus möglich war. Um weiterhin Champions-League-Luft zu schnuppern, muss ein Sieg her. Denn mit Shaktar Donetzk (2) und Manchester City (6) warten zwei weitere undankbare Gegner.